Sony hat heute seinen jüngsten Quartalsbericht veröffentlicht – und die Zahlen sind nicht durchweg positiv. Doch für Fans von Bungies Marathon gibt es zumindest einen Lichtblick: Das im Frühjahr erschienene Extraction-Shooter-Spiel enttäuscht zwar in den Verkaufszahlen, überzeugt aber sowohl Kritiker als auch Spieler.

Bungie-Logo

Finanzielle Einbußen bei Bungie – Marathon als Hoffnungsträger

Sony-CFO Lin Tao erklärte im Rahmen der Gewinnpräsentation, dass die Einnahmen aus Bungies Spieleportfolio die Erwartungen nicht erfüllt hätten. Daher wurde der Geschäftsplan angepasst und ein Wertminderungsverlust von 765 Millionen US-Dollar auf die Akquisition verbucht. Dieser Betrag spiegelt den angenommenen Wertverlust des Studios wider, falls Sony es heute verkaufen würde.

Doch Marathon scheint eine Ausnahme zu sein: Tao betonte, dass das Spiel eine starke Spielerresonanz erfährt. Auf Metacritic erreicht es eine Bewertung von 82 Punkten, und über 90 Prozent der Steam-Bewertungen fallen positiv aus. Auch die Nutzerbindung bleibt hoch.

Sony setzt auf Marathon – neue Inhalte ab Juni geplant

Tao kündigte an, dass Sony die Performance des Spiels durch gezielte Maßnahmen verbessern wolle. Dazu gehören die Bindung engagierter Spieler durch zusätzliche Inhalte, Spieloptimierungen und die Erweiterung der Nutzerbasis. Die zweite Content-Saison von Marathon soll im Juni starten.

Ob Sony langfristig an Marathon festhält, um einen vollständigen Verlust aus der Bungie-Übernahme zu vermeiden, bleibt unklar. Sollten die Einnahmen jedoch nicht steigen, könnten weitere Entscheidungen nötig werden.

Destiny 2: Verzögerung bei großem Update

Während Marathon Hoffnung macht, sieht es bei Bungies anderem Flaggschiff Destiny 2 anders aus. Ein großes Update wurde vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Studio versprach, im Juni mehr Details zu veröffentlichen.

Der Beitrag Sony bleibt Marathon treu – trotz enttäuschender Umsätze nach Bungie-Übernahme erschien zuerst auf Destructoid.