Tesla ruft in den USA insgesamt 218.868 Elektrofahrzeuge wegen eines Problems mit den Rückfahrkameras zurück. Betroffen sind verschiedene Modelle der Baujahre 2017 bis 2023, darunter der Model 3, Model S, Model X und Model Y.
Die meisten betroffenen Fahrzeuge wurden bereits über ein Over-the-Air-Update (OTA) repariert. Dennoch sieht sich Tesla gezwungen, einen offiziellen Rückruf durchzuführen, da das Problem gegen US-Sicherheitsvorschriften verstößt.
Wie der Fehler auftritt
Das Problem betrifft die Software der Rückfahrkamera. Beim Einschalten des Fahrzeugs und sofortigen Einlegen des Rückwärtsgangs kann es vorkommen, dass die Kamera kein Bild oder nur ein verzerrtes Bild anzeigt. Im schlimmsten Fall bleibt der Bildschirm bis zu 11 Sekunden lang leer.
Diese Verzögerung ist nicht nur lästig, sondern gefährlich: Ohne ein klares Sichtfeld auf die Umgebung steigt das Risiko für Unfälle, etwa beim Rückwärtsfahren aus einer Einfahrt oder beim Abholen von Kindern.
Betroffene Modelle und Stückzahlen
| Modell | Baujahre | Betroffene Fahrzeuge |
|---|---|---|
| Model 3 | 2017–2023 | 68.311 |
| Model S | 2021–2023 | 20.231 |
| Model X | 2021–2023 | 17.616 |
| Model Y | 2020–2023 | 112.710 |
Keine Werkstatt nötig – Update bereits installiert
Laut Tesla wurden bereits über 99,9 Prozent der betroffenen Fahrzeuge mit einem Software-Update versorgt. Die meisten Besitzer müssen daher nicht in eine Werkstatt, da die Reparatur automatisch erfolgt ist. Bisher gibt es keine bestätigten Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem.
Der Rückruf ist damit eher eine Formalie, da die meisten Fahrzeuge bereits instand gesetzt wurden. Dennoch unterstreicht der Vorfall die Bedeutung zuverlässiger Assistenzsysteme – insbesondere bei einem Hersteller, der für seine hochmoderne Technologie bekannt ist.
"Ohne ein klares Sichtfeld auf die Umgebung steigt das Risiko für Unfälle deutlich."
Hintergrund: Teslas Herausforderungen mit Assistenzsystemen
Während Tesla in Europa versucht, die Zulassung für sein Full Self-Driving (FSD)-System zu erhalten, kämpft das Unternehmen in den USA mit einem weitaus grundlegenderen Problem: der Rückfahrkamera. Diese einfache, aber essenzielle Funktion ist in vielen Modellen betroffen – ein Zeichen dafür, dass selbst bei fortschrittlicher Technologie Fehler auftreten können.