Die fünfte Folge der fünften Staffel von The Boys ist ein nicht-linear erzähltes Sammelsurium an Handlungssträngen aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Ergebnis ist ein heißes, aber ungleiches Chaos. Doch trotz aller Schwächen gibt es eine Szene, die wirklich fesselt.

Den Anfang macht Firecracker, die kurz davor steht, ihren Glauben und die wenigen Menschen, die ihr noch wichtig sind, zu verraten. Dann folgt Black Noir, dessen Mentor (gespielt von Adam Bourke) durch The Deeps sinnlose Gewalt sein Leben verliert. Ein absurder Abschnitt mit Terror verbindet dessen sexuelle Begierden mit einer Vorliebe für Schokolade. Sister Sage hingegen, die laut Serie die klügste Person der Welt sein soll, manipuliert die Ashleys und startet einen Weltkrieg – doch das wirkt wenig überzeugend.

Der Fokus wechselt schließlich zu Soldier Boy, der gemeinsam mit Homelander nach einer Dosis V1 sucht. Sie erfahren von Mr. Marathon (Jared Padalecki, bekannt aus Supernatural), dass dieser davon träumt, Homelander zu töten und dessen gottgleiche Pläne zu stoppen. Soldier Boys plötzliche väterliche Rolle und die darauffolgende Gewalteskalation prägen diesen Handlungsstrang.

Die Rückkehr von Supernatural-Stars wie Padalecki, Misha Collins und Jensen Ackles sorgt für Nostalgie, doch die Cameos wirken fehl am Platz. Die Serie verliert sich in millennial-typischen Comedy-Klischees, die im Vergleich zu früheren, schärferen Folgen enttäuschen. Seth Rogen, Kumail Nanjiani und andere Stars bringen zwar Unterhaltung, doch ihr Auftritt fühlt sich repetitiv an. Vielleicht ändert sich dieser Eindruck bei einem späteren Review – aktuell wirkt die Folge wie ein überladener Mix aus alten Running Gags und halbherzigen Handlungsansätzen.