Die Republikaner stehen vor den Zwischenwahlen unter massivem Druck. Ein zentraler Grund dafür ist die wachsende Unzufriedenheit in den eigenen Reihen, wie Politico berichtet. Die Ursache: Donald Trumps anhaltende Fokussierung auf sein umstrittenes Ballroom-Projekt und andere persönliche Prestigeprojekte lenkt von der wirtschaftlichen Kernbotschaft der GOP ab. Doch das ist noch nicht das größte Problem.
Nun haben die Republikaner beschlossen, eine Milliarde US-Dollar aus Steuergeldern für den Bau des Ballrooms zu beantragen. Offiziell soll dies der Sicherheit dienen – doch für viele gefährdete Kandidaten wird dies zu einem schwer vermittelbaren Thema. Die Partei steht damit nicht nur vor der Herausforderung, die eigenen Mitglieder von der Notwendigkeit des Projekts zu überzeugen, sondern muss sich auch mit der bereits jetzt tiefen Ablehnung in der Bevölkerung auseinandersetzen.
Politikwissenschaftler Tom Schaller, Autor des Buches "The Stronghold: How Republicans Captured Congress but Surrendered the White House", analysiert im Gespräch mit Politico die fatalen Folgen von Trumps „Eitelkeits-Präsidentschaft“. Er erklärt, warum das Ballroom-Projekt für die GOP so gefährlich ist, wie Trump eine „personalisierte“ Führungskultur etabliert und warum seine Selbstüberschätzung gerade für die Wähler entscheidend sein könnte, die über den Ausgang der Midterms entscheiden werden.
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