Die Trump-Familientrust hat im ersten Quartal 2026 Transaktionen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar getätigt – darunter auch Käufe von Aktien, die direkt mit der Krypto-Branche verbunden sind. Dies geht aus einem am 14. Mai veröffentlichten Ethikdokument der US-Regierung hervor. Zwischen Januar und März wurden über 3.600 Transaktionen registriert, deren Gesamtwert zwischen 220 Millionen und 750 Millionen Dollar lag. Die meisten Geschäfte betrafen Blue-Chip-Aktien und Indexfonds, doch die gezielten Käufe von Krypto-Unternehmen wecken nun das Interesse von Ethikaufsehern.

Welche Krypto-Aktien wurden gekauft? Die Dokumente zeigen, dass die Trust vor allem in bekannte Technologie- und Industrieunternehmen investierte. Dazu zählen Transaktionen mit Nvidia, Apple, Microsoft, Boeing und Costco im Wert von jeweils bis zu 5 Millionen Dollar. Daneben wurden Banken, Rüstungsunternehmen, Technologiezulieferer und Kommunalobligationen gehandelt. Die Krypto-bezogenen Käufe waren zwar kleiner, aber politisch brisant.

Besonders hervorzuheben sind die Käufe der Krypto-Börse Coinbase, die in neun Transaktionen zwischen 100.001 und 250.000 Dollar pro Kauf erworben wurde. Zudem wurden Anteile an MARA Holdings (einem der größten börsennotierten Bitcoin-Miner), CleanSpark, Robinhood, SoFi Technologies und Block (ehemals Square) von Jack Dorsey getätigt. Auch Strategy (ehemals MicroStrategy), bekannt für seine großen Bitcoin-Bestände, wurde in acht Transaktionen gehandelt – darunter ein Kauf für bis zu 100.000 Dollar im Februar und ein Verkauf für bis zu 50.000 Dollar im Januar.

Die Dokumente geben keine Auskunft darüber, ob Donald Trump persönlich die Geschäfte angewiesen hat. Zudem bleibt unklar, welche Konten für die Transaktionen genutzt wurden oder ob es sich ausschließlich um Stammaktien handelte. Die Vermögenswerte der Trump-Familie werden über eine Familientrust verwaltet, wobei einige Transaktionen offenbar über Broker abgewickelt wurden.

Trumps Wandel in der Krypto-Politik

Die Enthüllungen fallen in eine Zeit, in der sich die Haltung der US-Regierung unter Trump gegenüber Kryptowährungen grundlegend gewandelt hat. Noch vor seiner Präsidentschaftskandidatur 2024 hatte Trump Bitcoin und andere digitale Assets als spekulativ und riskant kritisiert. Doch während des Wahlkampfs änderte er seine Position, nahm Spenden von Krypto-Unternehmen an und versprach, die regulatorische Haltung Washingtons gegenüber der Branche zu lockern. Seit seiner Rückkehr ins Amt hat die Regierung bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen.