Donald Trump hat in jüngster Zeit wiederholt abtrünnige Unterstützer aus dem MAGA-Lager angegriffen, die ihn für seine Haltung zum Krieg und andere Themen kritisieren. Sein eigener Meinungsforscher bestätigte in einem Interview, dass Trump-Anhänger, die nicht bedingungslos hinter ihm stehen, nicht mehr als Teil der Bewegung gelten. Damit wird deutlich: MAGA ist kein politisches Programm, sondern eine bedingungslose Gefolgschaft zu Trump selbst – eine Bewegung, die mit ihm stehen oder fallen wird.
Trumps Angriffe auf „Fake MAGA“
Auf Truth Social veröffentlichte Trump eine Tirade, in der er behauptete, seine Umfragewerte seien so gut wie nie zuvor. Gleichzeitig diffamierte er bekannte Kritiker wie Megyn Kelly, Tucker Carlson und Candace Owens als „Fake MAGA“ und behauptete, ihre Popularität sei „schrecklich“. Damit unterstreicht er eine zentrale These: MAGA definiert sich ausschließlich über bedingungslose Loyalität zu ihm selbst.
Perry Bacon, Autor beim New Republic, kommentiert diese Entwicklung:
„Trump macht damit klar, was ich schon lange vermute: MAGA ist Donald Trump. Die Bewegung existiert nur, solange er an der Spitze steht. Sobald er nicht mehr da ist, wird es MAGA nicht mehr geben.“
Umfragen zeigen: Trumps Popularität bröckelt
Trotz Trumps Behauptungen zeigen aktuelle Umfragen ein anderes Bild. Eine Auswertung zeigt eine Zustimmung von nur 38 Prozent gegenüber 58 Prozent Ablehnung – ein Rückstand von 20 Punkten. Besonders in der Wirtschaftspolitik schneidet er schlecht ab: Laut CNN liegt seine Zustimmung zur Wirtschaftspolitik bei 31 Prozent, bei der Inflationsbekämpfung sogar nur bei 27 Prozent. Das sind die Themen, die Wähler am meisten beschäftigen.
Was bedeutet das für die Zukunft von MAGA?
Experten wie Bacon warnen, dass Trumps Strategie der Ausgrenzung kritischer Stimmen die Bewegung langfristig schwächen könnte. Eine Bewegung, die nur auf persönlicher Verehrung basiert, hat keine ideologische Substanz und könnte mit Trumps politischem Abgang verschwinden. Gleichzeitig zeigt sich, dass Trumps Einfluss auf die Republikaner nachlässt, je mehr er sich auf persönliche Angriffe konzentriert.
Die Frage bleibt: Kann MAGA als politische Kraft überleben, wenn Trump nicht mehr der unangefochtene Führer ist? Oder ist es nur eine temporäre Erscheinung, die mit ihm steht und fällt?