Soldat nutzte Insiderwissen für lukrative Wetten

Ein US-Soldat steht im Verdacht, geheime Informationen für persönliche Finanzgewinne missbraucht zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft des Southern District of New York mitteilte, wurde Gannon Ken Van Dyke wegen des Verdachts auf Insiderhandel und Betrugs festgenommen. Die Vorwürfe beziehen sich auf Wetten auf der Plattform Polymarket, die im Zusammenhang mit der geplanten Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro standen.

Operation „Absolute Resolve“ und verdächtige Wetten

Laut Anklageschrift war Van Dyke an der Planung und Durchführung der Militäroperation „Operation Absolute Resolve“ beteiligt, die auf die Festnahme Maduros abzielte. Kurz vor der geplanten Aktion tätigte er demnach mehrere Käufe von „YES“-Anteilen – einer Wette auf die erfolgreiche Festnahme des venezolanischen Präsidenten. Insgesamt soll er dabei über 400.000 US-Dollar eingenommen haben.

Vorwürfe und mögliche Strafen

Die Anklage umfasst unter anderem den Missbrauch vertraulicher Regierungsinformationen für persönliche Zwecke. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen Van Dyke schwere juristische Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er gezielt Insiderwissen nutzte, um sich auf Kosten des Staates zu bereichern.

„Die Nutzung von geheimen Informationen für persönliche Finanzgeschäfte ist ein schwerwiegender Verstoß gegen das Vertrauen der Öffentlichkeit.“
— Staatsanwaltschaft Southern District of New York

Hintergrund: Polymarket und politische Wetten

Polymarket ist eine Plattform, auf der Nutzer auf den Ausgang politischer Ereignisse wetten können. Im Vorfeld der geplanten Maduro-Festnahme stiegen die „YES“-Anteile stark an, was auf Insiderwissen hindeutet. Die US-Behörden untersuchen nun, ob weitere Personen in den Skandal verwickelt sind.

Nächste Schritte und mögliche Folgen

Van Dyke bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Sollte die Anklage bewiesen werden, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf die militärische Geheimhaltung und die Regulierung von politischen Wettplattformen haben. Die Ermittlungen laufen noch.

Quelle: The Verge