Der mutmaßliche Attentäter des Vorfalls beim Weißen Hauskorrespondenten-Dinner hatte sich in sozialen Medien wiederholt abfällig über die Trump-Administration geäußert. Besonders empörte ihn ein kürzlich veröffentlichtes KI-generiertes Bild des ehemaligen Präsidenten als Jesus Christus.
Cole Allen, der sich selbst als protestantischer Christ bezeichnete – im Widerspruch zu Trumps Aussage, dieser „hasse Christen“ –, bezeichnete Mitglieder der Regierung als „satanische Götzendiener“. In einem seiner Posts schrieb er: „Ich bin mir nicht sicher, ob man für diese Regierung arbeiten und gleichzeitig ein echter Christ sein kann, wenn man sieht, wie Trump etwas wie dieses postet. Irgendwo tief in dir wirst du wissen, dass du verdammt bist – auch wenn du es nie zugeben würdest.“
Allen bezog sich in seinen Aussagen auch auf die Offenbarung des Johannes, indem er schrieb: „Es wird keine Ruhe geben Tag und Nacht für die, die das Tier und sein Bild anbeten oder sein Malzeichen annehmen.“
In einem vermeintlichen Manifest äußerte er sich ähnlich radikal: „Als Christ sollte man die andere Wange hinhalten … aber nur, wenn man selbst unterdrückt wird. Ich bin nicht das Opfer, das in einem Internierungslager vergewaltigt wurde. Ich bin nicht der Fischer, der ohne Prozess hingerichtet wurde. Ich bin kein Schulkind, das in die Luft gesprengt wurde, kein Kind, das verhungert, und kein Mädchen, das von den vielen Kriminellen in dieser Regierung missbraucht wurde.“
„Die andere Wange hinhalten, wenn jemand anderes unterdrückt wird, ist kein christliches Verhalten – es ist Komplizenschaft mit den Verbrechen des Unterdrückers.“
Diese Aussagen zeigen, dass Allen trotz der Vorwürfe von Trump und der rechten Szene kein genereller Christenhasser war. Vielmehr kritisierte er die Politik der Regierung aus einer christlichen Perspektive heraus. Laut Ermittlern wird Allen voraussichtlich am Montag wegen Waffeneinsatzes bei einem Gewaltverbrechen und Angriffs auf einen Bundesbeamten angeklagt.