Kash Patel, Direktor des FBI, steht erneut in der Kritik: Wie aus internen E-Mails hervorgeht, nahm er an einem exklusiven Schnorchelausflug nahe dem USS Arizona Memorial in Pearl Harbor teil. Die AP berichtete, dass die Ausfahrt von der US-Armee koordiniert wurde – obwohl der Besuch offiziell nur der Inspektion der FBI-Niederlassung in Honolulu und Gesprächen mit lokalen Behörden dienen sollte.
Besonders brisant: Das USS Arizona Memorial ist kein gewöhnlicher Tauchspot. Es handelt sich um ein militärisches Ehrenmal, in dem über 900 Seeleute und Marinesoldaten nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 ihr Leben verloren. Schnorcheln und Tauchen sind hier normalerweise streng verboten. Ausnahmen gibt es nur für archäologische Untersuchungen oder die Beisetzung von Überlebenden, die in der Nähe ihrer Kameraden bestattet werden möchten.
Patel ist einer der wenigen Würdenträger, die seit der Obama-Ära überhaupt die Erlaubnis für einen Tauchgang erhielten – doch bisher war noch kein FBI-Direktor darunter. Seine Teilnahme wirft erneut Fragen auf: Nutzt er seine Position und FBI-Ressourcen für private Zwecke?
Weitere Vorwürfe gegen Patel
Dies ist nicht das erste Mal, dass Kash Patel wegen fragwürdiger Nutzung von Steuergeldern und FBI-Mitteln in die Schlagzeilen gerät:
- Privatjets für persönliche Reisen: Patel flog mit einem FBI-Flugzeug zu einem Wrestling-Event, um seine Freundin zu besuchen – und ließ FBI-Agenten zu ihrem Schutz abstellen.
- Luxus auf Kosten der Steuerzahler: Er orderte eine neue BMW-Flotte für seine Dienstfahrten.
- Auslandsreisen mit Party-Charakter: Während der Olympischen Spiele 2021 reiste er nach Italien, um zu feiern.
- Arbeitsunfähigkeit durch Alkohol: Einmal musste er nach einem Blackout hinter einer verschlossenen Tür mit „Aufbruchswerkzeug“ befreit werden.
- Persönliche Bourbon-Flasche: Patel besaß eine exklusive Bourbon-Sorte mit seinem Namen – und tobte, als sie verschwand.
Hinzu kommen Vorwürfe der politischen Einflussnahme: Patel soll gezielt gegen politische Gegner des damaligen Präsidenten Donald Trump vorgegangen sein und FBI-Agenten entlassen haben, die nicht seiner Linie folgten – selbst wenn sie Experten für Iran waren.
Trotz dieser langen Liste an Verfehlungen bleibt Patel im Amt – solange seine bedingungslose Loyalität zu Trump seine Fehltritte überwiegt.