Schleppende Verkäufe zwingen zu drastischen Rabatten
Der elektrische VW ID. Buzz erlebt einen deutlichen Nachfragerückgang. Im ersten Quartal 2024 verkaufte sich der E-Transporter nur 1.232 Mal – ein Minus von 35,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Als Reaktion darauf hat Volkswagen bereits angekündigt, das Modelljahr 2026 komplett auszulassen. Stattdessen soll der ID. Buzz erst 2027 in einer überarbeiteten Version auf den Markt kommen, sobald die Lagerbestände der aktuellen Modelle 2025 abverkauft sind.
Laut Unternehmensangaben verbleiben den Händlern noch etwa sechs Wochen an Lagerbeständen. Doch statt auf eine neue Modellgeneration zu warten, setzen viele Händler auf massive Preisnachlässe, um die vorhandenen Fahrzeuge schneller loszuwerden.
Rabatte von bis zu 20.000 Dollar – Beispiele aus den USA
Die Preise für den ID. Buzz sind in den letzten Monaten stark gefallen. Einige Händler bieten Rabatte von über 20.000 Dollar auf den ursprünglichen Listenpreis an. Hier einige konkrete Beispiele:
- Ken Ganley Volkswagen (Bedford, Ohio): Ein neuer ID. Buzz Pro S (2025) ist für 42.000 Dollar erhältlich – 20.737 Dollar unter dem ursprünglichen Listenpreis von 62.737 Dollar. Damit ist das Modell sogar günstiger als ein Honda Odyssey.
- Nalley Volkswagen (Georgia): Der ID. Buzz wird für 44.695 Dollar angeboten, was einem Nachlass von 17.500 Dollar entspricht. Volkswagen selbst gewährt dabei einen Herstellerrabatt von 7.500 Dollar, der Rest wird vom Händler getragen.
- New Century Volkswagen (Glendale, Kalifornien): Hier sinkt der Preis auf 49.810 Dollar – ein Rabatt von 12.508 Dollar. Volkswagen unterstützt mit 7.500 Dollar, der Händler übernimmt die restlichen 5.008 Dollar.
- Volkswagen of Kirkwood (Missouri): Die 1st Edition des ID. Buzz wird für 60.570 Dollar angeboten, inklusive eines Händlerrabatts von 12.000 Dollar und einer zusätzlichen „Bearbeitungsgebühr“ von 599 Dollar.
Von Aufschlägen zu Rabatten – ein radikaler Wandel
Noch vor wenigen Monaten verlangten einige Händler Aufschläge von bis zu 35.000 Dollar auf den Listenpreis. Jetzt kämpfen sie mit Überbeständen und setzen auf aggressive Preisnachlässe. Doch selbst mit diesen Rabatten bleibt der ID. Buzz teuer: Die günstigsten Angebote liegen bei rund 42.000 Dollar – ein Preis, der für einen Transporter ungewöhnlich hoch ist.
„Es ist schwer zu sagen, wie viel Schuld die gierigen Händler am Misserfolg des ID. Buzz tragen. Aber es gibt genug Gründe, die in die gleiche Richtung deuten.“
Zukunft des ID. Buzz: Warten auf 2027
Volkswagen setzt weiterhin auf den ID. Buzz als zentrales Modell seiner E-Offensive. Die aktuelle Version soll bis Ende 2024 vollständig abverkauft sein, bevor die überarbeitete Version 2027 erscheint. Ob die Rabatte ausreichen, um die Nachfrage zu steigern, bleibt jedoch fraglich. Viele potenzielle Käufer warten möglicherweise auf die neue Generation – oder entscheiden sich für günstigere Alternativen.