Der Schauspieler Ben Stiller hat sich in einem Post auf X (ehemals Twitter) besorgt über die bevorstehende Fusion von Warner Bros. Discovery und Paramount geäußert. Er warnt davor, dass die geplante Übernahme die ohnehin schon schwierige Situation für Originalinhalte und neue Stimmen in Hollywood weiter verschärfen wird.
„Es gibt bereits sehr wenige Käufer für originäre Ideen und nicht etablierte Inhalte. Große Studios oder Sender sind extrem zurückhaltend. Die Reduzierung der Auswahlmöglichkeiten führt dazu, dass noch weniger neue Stimmen und vielfältige Perspektiven in unserem Programm vertreten sein werden. Das war schon jahrelang eine Herausforderung – und die Fusion wird dies nur noch verschlimmern.“
Stiller reagierte damit auf eine Äußerung seines Schauspielkollegen Mark Ruffalo, der die Schwierigkeiten bei der Umsetzung seiner Serie „I Know This Much Is True“ thematisierte. Ruffalo erklärte, dass HBO damals der einzige Streamingdienst war, der bereit war, die Serie zu produzieren – trotz ihres anspruchsvollen Inhalts.
„HBO war der einzige Streamer, der ‚I Know This Much Is True‘ umsetzen wollte. Das Material war sehr anspruchsvoll. Wir haben dafür einen Emmy und einen Golden Globe gewonnen. Hätte es damals noch weniger Anbieter gegeben oder wären zwei Dienste fusioniert worden, wäre die Serie nie realisiert worden.“
Am Donnerstag stimmten die Aktionäre von Warner Bros. Discovery der Übernahme von Paramount für rund 110 Milliarden US-Dollar zu. Der CEO David Zaslav betonte in einer Stellungnahme die strategischen Vorteile des Deals:
„In den letzten vier Jahren haben unsere Teams Warner Bros. Discovery transformiert und das Unternehmen wieder an die Spitze der Branche geführt. Die heutige Aktionärsentscheidung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu diesem historischen Zusammenschluss, der außergewöhnlichen Wert für unsere Aktionäre schaffen wird. Wir werden weiterhin mit Paramount zusammenarbeiten, um die verbleibenden Schritte zu vollenden und ein führendes, zukunftsorientiertes Medien- und Unterhaltungsunternehmen zu schaffen.“
Trotz der Zustimmung lehnten die Aktionäre Zaslavs geplante Abfindung in Höhe von 887 Millionen US-Dollar ab – allerdings ist diese Entscheidung nicht bindend.
Eine Gruppe von Interessenverbänden, angeführt von der Future Film Coalition, veröffentlichte am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung und bezeichnete die Aktionärsabstimmung als „Riss in der Fassade“. Gleichzeitig wächst der Widerstand gegen die Fusion von außen.
„Stars, Branchenexperten, Politiker und besorgte Bürger haben ihre Stimme erhoben: Die Fusion zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery muss gestoppt werden – und sie kann gestoppt werden.“
Ein offener Brief mit über 4.200 Unterschriften fordert die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten sowie Entscheidungsträger in Washington auf, den Deal zu blockieren.