Die Wall Street vollzieht eine massive Risiko-Rotation: Innerhalb weniger Wochen flossen über 118 Milliarden US-Dollar in globale Aktienfonds. Parallel dazu verzeichneten Geldmarktfonds den größten wöchentlichen Abfluss seit September 2018 – 173 Milliarden US-Dollar. Zusammen ergibt das ein 292-Milliarden-Dollar-Signal für riskantere Anlagen. Bitcoin profitiert davon als bevorzugte Alternative.
Institutionelle sehen Bitcoin als Schnäppchen – Euphorie bleibt aus
Eine aktuelle Umfrage von Coinbase unter 91 globalen Investoren (29 institutionelle und 62 private Anleger) zeigt: 75 % der institutionellen Teilnehmer halten Bitcoin für unterbewertet. Bei nicht-institutionellen Krypto-Investoren teilen 61 % diese Einschätzung. Nur 7 % der Institutionellen und 11 % der Privaten sehen BTC als überteuert. Diese Zahlen deuten auf eine Marktphase hin, in der große Käufer noch Potenzial nach oben sehen – ohne Anzeichen für übertriebene Spekulation.
On-Chain-Daten bestätigen Akkumulationstrend
Die Blockchain-Analyse untermauert den positiven Ausblick: In den letzten drei Monaten sank das gehandelte BTC-Angebot um 37 %, während die Menge an langfristig gehaltenen Coins um 1 % stieg. Spekulative Anleger, die zu höheren Kursen eingestiegen waren, stiegen aus, während langfristige Halter (Long-Term Holder) weiter akkumulierten. Der Puell Multiple – ein Indikator für Miner-Einnahmen – fiel auf 0,7, ein Niveau, das historisch mit Akkumulationsphasen korreliert.
Zusätzlich sanken die BTC-Bestände auf Börsen, während die Stablecoin-Menge von 308 auf 320 Milliarden US-Dollar stieg. Das deutet darauf hin, dass Liquidität im Kryptomarkt blieb, statt abzufließen. Auch die Options- und Futures-Open-Interest erholten sich nach der Deleveraging-Phase, was auf eine stabilere Marktstruktur hindeutet.
Bitcoin korreliert stärker mit Aktien als mit Gold
Laut dem Coinbase & Glassnode Institutional Outlook lag die tägliche Renditekorrelation von Bitcoin mit dem S&P 500 im vierten Quartal 2025 bei 0,58 – ein klares Zeichen dafür, dass BTC zunehmend als Risikoasset wahrgenommen wird. Die Korrelation mit Gold bleibt dagegen vernachlässigbar. Diese Entwicklung unterstreicht, dass Bitcoin in Phasen steigender Risikobereitschaft der Anleger als attraktive Alternative zu traditionellen Märkten gilt.
Fazit: Warum der Setup für Bitcoin bullish ist
- Breite Zustimmung zur Unterbewertung: Sowohl institutionelle als auch private Investoren sehen BTC als günstig an – ein Zeichen für nachhaltiges Interesse.
- Keine Anzeichen für Überhitzung: Nur ein kleiner Teil der Befragten hält Bitcoin für überteuert, was auf eine gesunde Marktstimmung hindeutet.
- On-Chain-Trends unterstützen Akkumulation: Langfristige Halter bauen Positionen auf, während spekulative Anleger aussteigen.
- Risiko-Rotation zugunsten von Bitcoin: Die massive Umschichtung von Geldmarktfonds in Aktien und Krypto zeigt, dass Anleger wieder bereit sind, höhere Risiken einzugehen.
Zusammenfassend deutet die Kombination aus institutioneller Zuversicht, on-chain-Daten und Marktstruktur auf einen soliden Bullenmarkt-Setup für Bitcoin hin – ohne Anzeichen für eine bevorstehende Blase.