Vier Bürger, die an friedlichen Protesten gegen Aktivitäten der Einwanderungsbehörde ICE teilgenommen haben, haben Klage gegen das Heimatschutzministerium (DHS) und das Bundesbüro für Ermittlungen (FBI) eingereicht. Sie fordern, die Sammlung und Speicherung ihrer DNA-Daten zu unterbinden.

Die Beschwerde wurde am Mittwoch beim Bundesbezirksgericht in Illinois eingereicht. Die Kläger waren im Rahmen der Aktion „Operation Midway Blitz“ in Chicago festgenommen worden, bei der Tausende Bundesbeamte eingesetzt wurden.

In der Klageschrift wird dem DHS und FBI vorgeworfen, gegen das Erste und Vierte Zusatzprotokoll der Verfassung sowie gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz zu verstoßen. Konkret werfen sie der Regierung vor, friedliche Demonstranten rechtswidrig festzunehmen, ihre DNA zu sammeln, genetische Profile in staatliche Datenbanken hochzuladen und die Proben dauerhaft in Bundeslaboren zu lagern.

Forderungen der Kläger

  • Sofortige Einstellung der DNA-Sammlung bei friedlichen Protesten
  • Löschung bereits gesammelter Daten
  • Unterlassung weiterer genetischer Analysen ohne rechtliche Grundlage

Hintergrund der Proteste

Die Festnahmen erfolgten während einer großangelegten Razzia der ICE in Chicago, bei der Hunderte Menschen in Gewahrsam genommen wurden. Kritiker werfen der Behörde vor, gezielt Aktivisten ins Visier zu nehmen, um deren Protest gegen Abschiebungen zu unterdrücken.

„Die Regierung missbraucht ihre Macht, um friedliche Bürger zu überwachen und ihre genetischen Daten für unbestimmte Zeit zu speichern. Das ist ein schwerer Eingriff in unsere Grundrechte.“ – Klägervertreter

Rechtliche und ethische Bedenken

Die Klage wirft grundsätzliche Fragen zur Privatsphäre und Überwachung auf. Kritiker befürchten, dass die systematische Sammlung von DNA-Daten bei Protesten ein gefährlicher Präzedenzfall für staatliche Überwachungspraktiken sein könnte. Datenschützer warnen vor einem Missbrauch der Daten für nicht näher definierte Zwecke.

Das DHS hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Die Kläger hoffen jedoch auf eine schnelle gerichtliche Entscheidung, um weitere Grundrechtsverletzungen zu verhindern.