Ein umstrittenes Gesetz in Colorado, das Teile des Reparaturgesetzes hätte rückgängig machen sollen, ist gescheitert. Der Entwurf wurde von Befürwortern des Right-to-Repair-Prinzips vehement abgelehnt, da sie darin einen Versuch sahen, bundesweit geltende Reparaturgesetze zu untergraben.

Das Colorado Consumer Right to Repair Digital Electronic Equipment Act, das im Januar 2026 in Kraft trat, garantiert Verbrauchern Zugang zu Werkzeugen und Dokumentationen für die Reparatur digitaler Geräte wie Smartphones, Computer und WLAN-Router. Der gescheiterte Entwurf SB26-090 hätte eine Ausnahme für „kritische Infrastruktur“ geschaffen – ein vage definierter Begriff, der nach Ansicht von Reparaturaktivisten nahezu jede Technologie hätte betreffen können.

Der Gesetzesentwurf wurde am 2. April im Colorado Senate vorgestellt und von Unternehmen wie Cisco und IBM unterstützt. Er passierte die Senatsanhörung einstimmig und wurde am 16. April vom Senat verabschiedet. Am Montagabend folgte eine kontroverse Anhörung im Colorado House’s State, Civic, Military, and Veterans Affairs Committee, bei der Dutzende Befürworter und Gegner Stellungnahmen abgaben. Schließlich wurde der Entwurf mit 7 zu 4 Stimmen abgelehnt und als „vorläufig auf Eis gelegt“ eingestuft.