Hohe Produktionskosten treiben Filmemacher aus Kalifornien
Conan O’Brien hat nachvollzogen, warum immer mehr Filmproduktionen Kalifornien verlassen. In einem Podcast-Gespräch mit seinem langjährigen Produzenten Jeff Ross erklärte er, dass die Kosten für Dreharbeiten in Los Angeles mittlerweile extrem hoch sind. Ein gescheiterter Sketch für die Oscars 2024 veranschaulichte dies besonders deutlich.
Ein gescheiterter Oscar-Sketch als Beispiel
O’Brien und Ross erinnerten sich an einen geplanten, aber nicht realisierten Oscar-Sketch. Geplant war, dass O’Brien nach einer Werbepause mit neun Golden Retrievern auf die Bühne zurückkehrt. Die Hunde sollten von einem Team mit Lint-Rollern gereinigt werden, bevor es weiterging. Doch die Kosten für diesen kurzen Auftritt explodierten.
„Eine Produzentin sagte zu mir: ‚Das wird unglaublich teuer‘“, berichtete O’Brien. „Ich fragte: ‚Wirklich? Nur ein paar Hunde?‘“ Die Erklärung: Jeder Hund müsse sich an die anderen gewöhnen und mit ihnen zusammenleben – für etwa zwei Wochen vor dem Dreh. Zudem müssten auch die Hundeführer mit den Tieren leben. Die Kosten summierten sich auf rund 30.000 US-Dollar – etwa so viel wie ein Porsche.
O’Brien zog einen Vergleich zu den 1990er-Jahren: „Früher hatten wir Ideen um 16:30 Uhr, setzten sie um und machten einfach. Heute gibt es Regeln, die solche Spontaneität unmöglich machen.“ Für ihn sei dies ein konkretes Beispiel dafür, warum Produzenten nach Budapest oder andere günstigere Standorte ausweichen.
Late-Night-Shows kämpfen mit veränderten Rahmenbedingungen
Auch wenn O’Brien selbst nicht mehr im klassischen Late-Night-TV aktiv ist, beobachtet er die Branche weiterhin genau. In einem Gespräch mit Michelle Obama auf ihrem Podcast im März äußerte er sich kritisch zur aktuellen Situation der Moderatoren.
„Die Welt ist so gespalten. Es ist eine wirklich schwierige Aufgabe, in dieser Zeit humorvolle Inhalte zu schaffen. Als Bürger lese ich morgens die Nachrichten – und mein erster Gedanke ist: ‚Nichts davon macht mich glücklich oder bringt mich zum Lachen.‘“
O’Brien betonte, dass Moderatoren heute vor der Herausforderung stehen, mit den düsteren Schlagzeilen umzugehen. „Wie schafft man es, eine Show zu machen, ohne über das zu sprechen, was gerade passiert?“
Fazit: Warum Kalifornien an Attraktivität verliert
- Hohe Produktionskosten durch strenge Regularien
- Beispiel: 30.000 US-Dollar für einen kurzen Hundesketch
- Vergleich zu den 199er-Jahren: Damals mehr Spontaneität möglich
- Late-Night-Shows stehen vor der Herausforderung, unter schwierigen Bedingungen humorvolle Inhalte zu produzieren