Connie Peters nimmt den Polestar 4 unter die Lupe
Connie Peters, eine bekannte Stimme aus der Automobilwelt, hat den neuen Polestar 4 getestet. Der Elektro-Crossover präsentiert sich als kompakter, aber leistungsstarker Vertreter der Marke. Die TTAC Creators Series stellt regelmäßig kreative Köpfe und ihre Perspektiven aus der Automobilbranche vor – von Kultur über Händler bis hin zu individuellen Fahrzeugumbauten.
Revolutionäres Design ohne Heckscheibe
Das auffälligste Merkmal des Polestar 4 ist das fehlende klassische Heckfenster. Stattdessen setzt der schwedische Hersteller auf eine hochauflösende Kamera, die das Bild an einen digitalen Rückspiegel überträgt. Diese Lösung bietet mehrere Vorteile:
- Bessere Übersicht: Die Kamera zeigt ein klares Bild und passt den Blickwinkel automatisch an, wenn der Blinker betätigt wird – ideal zur Überwachung des toten Winkels.
- Mehr Stauraum: Der fehlende Heckscheibenrahmen ermöglicht eine größere Heckklappe und eine durchgehende, elegante Leuchtenleiste.
- Moderner Look: Die „Slope-Back“-Form verleiht dem Fahrzeug ein futuristisches Design.
Leistung und Reichweite: Zwei Antriebsvarianten im Vergleich
Der Polestar 4 ist in zwei Motorisierungen erhältlich:
Dual-Motor Allradantrieb (getestete Version)
Mit dem Performance Pack leistet das Topmodell 544 PS und 504 lb-ft (ca. 684 Nm) Drehmoment. Die Beschleunigung von 0 auf 60 mph (0–97 km/h) erfolgt in offiziellen 3,7 Sekunden.
Einmotoriger Heckantrieb
Für mehr Reichweite sorgt die Einmotor-Variante mit 272 PS. Hier sind folgende Werte möglich:
- Reichweite: Bis zu 310 Meilen (ca. 500 km) nach WLTP.
- Beschleunigung: Deutlich langsamer als die Allradversion, aber ausreichend für den Alltag.
Beide Varianten bieten eine individuelle Fahrwerkseinstellung mit drei Stufen (Standard, Sportlich, Komfort) und drei Lenkgefühl-Optionen (Leicht, Standard, Fest).
Innenraum: Luxus und innovative Technik
Der Innenraum des Polestar 4 setzt auf hochwertige Materialien und moderne Bedienelemente:
- Infotainment: Ein 15-Zoll-Touchscreen mit Android-basiertem System, Google-Integration und individuellen Polestar-Design-Elementen. Unterstützt wird Apple CarPlay (wireless) und Android Auto.
- Displays: Ein kleines Fahrer-Display und ein optionaler 17-Zoll-Head-Up-Display.
- Sitze: Optional mit Nappa-Leder (5.000 US-Dollar Aufpreis) inklusive beheizter, belüfteter und massierender Funktionen.
- Ambiente Beleuchtung: Einzigartiges „Planeten“-Design mit verschiedenen Farboptionen, darunter ein blauer Erd-Ton.
- Praktische Extras:
- 60/40 geteilte Rücksitzbank mit elektrischer Lehnenverstellung.
- Drei Kindersitzverankerungen.
- 180-Volt-Steckdose.
- Kleiner „Frunk“ (Frontkofferraum) für Scheibenwaschflüssigkeit.
- „Animal Mode“: Hält die Innentemperatur für Haustiere konstant und zeigt eine Nachricht an Passanten auf dem Bildschirm an.
Hintergrund: Polestar – Vom Rennteam zum Premium-EV-Hersteller
Die Geschichte von Polestar begann 1996 als Rennteam, bevor das Unternehmen zum Performance-Partner von Volvo wurde. Seit der Übernahme durch Volvo im Jahr 2015 und der vollständigen Eigenständigkeit als Marke 2017 hat sich Polestar zu einem der innovativsten Hersteller von Elektrofahrzeugen entwickelt.
„Der Polestar 4 zeigt, wie weit Elektroautos heute sind – nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Design und Individualität.“
Connie Peters
Fazit: Ein Elektro-Crossover mit Alleinstellungsmerkmal
Der Polestar 4 überzeugt durch sein futuristisches Design, hohe Leistung und innovative Technik. Besonders die Kamera-Lösung für den Rückspiegel und die individuelle Fahrwerkseinstellung heben sich von der Konkurrenz ab. Mit Reichweiten von bis zu 310 Meilen und einer Beschleunigung von 3,7 Sekunden in der Top-Version ist der Polestar 4 eine starke Alternative in der Klasse der Premium-Elektro-Crossover.