Es ist kein Einzelfall: Prominente äußern sich zu künstlicher Intelligenz, ernten dafür Zustimmung oder massive Kritik. Der jüngste Fall ist Demi Moore, die derzeit als Jurorin beim Cannes Film Festival fungiert. Bei einer Pressekonferenz am 12. Mai wurde sie von einem Journalisten zu den Auswirkungen von KI auf Hollywood und mögliche Regulierungsmaßnahmen befragt.

Moores Antwort fiel differenziert aus: „Ich habe immer das Gefühl, dass Widerstand nur weiteren Widerstand provoziert. KI ist da, und wir können sie nicht aufhalten“. Statt einen aussichtslosen Kampf zu führen, plädierte sie dafür, dass Künstler lernen sollten, mit der Technologie zu arbeiten. Gleichzeitig kritisierte sie, dass es zu wenig Regulierung gebe, und schloss mit einer emotionalen Botschaft: „Es gibt nichts zu fürchten, denn das, was wahre Kunst ausmacht, kommt nicht aus der Technik. Sie kommt aus der Seele – aus dem Geist jedes Einzelnen von uns.“

Doch statt einer sachlichen Diskussion folgte eine Welle der Empörung. Moore wurde sowohl fair kritisiert als auch mit pauschalen Vorwürfen überhäuft. Manche warfen ihr vor, eine KI-Befürworterin zu sein, andere nannten sie naiv. Sie reiht sich damit in eine wachsende Liste von Prominenten ein, die sich öffentlich zu KI positionieren – und dabei oft in zwei Lager gespalten werden: die Skeptiker und die Befürworter.

Die Gegner der KI wie Guillermo del Toro („Ich würde lieber sterben, als generative KI zu nutzen“) oder Nicolas Cage („Ich glaube nicht daran, dass Roboter für uns träumen sollten“) lehnen den Einsatz von KI in der Kunst kategorisch ab. Die Befürworter hingegen, darunter Sandra Bullock („KI sollte konstruktiv genutzt werden“) oder Reese Witherspoon („Frauen sollten sich in die Technologie einbringen“), sehen darin Chancen für mehr Demokratisierung und niedrigere Einstiegshürden.

Doch die Debatte um KI in Hollywood ist komplexer als eine einfache Pro-und-Contra-Liste. Kritiker warnen vor Jobverlusten, Urheberrechtsverletzungen und einer zunehmenden Machtkonzentration bei Tech-Konzernen. Befürworter hingegen betonen, dass KI neue Möglichkeiten für Künstler eröffne – etwa durch niedrigere Produktionskosten oder den Zugang zu Tools, die früher nur großen Studios vorbehalten waren.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob KI gut oder schlecht ist, sondern wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Während Prominente wie Moore mit ihren Statements für Aufmerksamkeit sorgen, bleibt die Diskussion um eine nachhaltige Regulierung und einen ethischen Umgang mit KI eine der drängendsten Herausforderungen der Kreativbranche.