Die US-amerikanische Legende Martha Stewart hat kürzlich ein neues Unternehmen namens Hint ins Leben gerufen. Es handelt sich um eine KI-gestützte Hausmanagement-Plattform, die noch in diesem Sommer an den Start gehen soll. Die Idee entstand während eines Gesprächs mit ihrem Nachbarn Kyle Rush, einem KI-Ingenieur. Gemeinsam entwickelten sie eine Software, die Hausbesitzer bei Reparaturen unterstützt und langfristig Kosten senken kann.
Nach der Partnerschaft mit Rush und Yih-Han Ma, einem ehemaligen Führungskräften im Bereich Hausdienstleistungen, wurde Hint offiziell gegründet. Wie Ma gegenüber Fortune erklärte, beginnt die Nutzung damit, dass Nutzer ihre Adresse eingeben. Daraufhin greift Hint auf öffentlich verfügbare Daten zur Immobilie zu. Zusätzlich können Nutzer weitere Unterlagen wie Inspektionsberichte oder Versicherungspolicen hochladen, um der KI ein umfassendes Bild des Hauses zu vermitteln. So führt Hint eine detaillierte Historie und erkennt den aktuellen Bedarf.
Das Start-up hat bereits 10 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung eingesammelt. Zwar gibt es bereits Konkurrenz wie Honey Homes oder Birdwatch, doch diese setzen auf menschliche Arbeitskraft. Hint hingegen setzt ausschließlich auf künstliche Intelligenz, um Kosten zu sparen und Nutzern passende Produkte sowie Dienstleistungen zu vermitteln – wofür das Unternehmen Provisionen über ein Partnerprogramm erhält.
„Hint ist eine immer aktive Hausmanagement-Plattform, die Ihr Zuhause organisiert, schützt und für Sie arbeitet“, schrieb Stewart in einem LinkedIn-Post. „Seit über 40 Jahren dokumentiere ich, wie ein gut geführtes Zuhause funktionieren sollte: die Standards, saisonalen Routinen und kleinen Entscheidungen, die teure Probleme verhindern. All dieses Wissen steckt nun in Hint und arbeitet für Sie – bevor Sie überhaupt wissen, dass Sie es brauchen.“
Stewart betonte gegenüber Fortune, dass sie sich schon lange ein solches Tool gewünscht habe, das Hausbesitzern hilft, ihr Zuhause so zu verwalten wie sie selbst. Allerdings fehlte lange die passende Technologie. Stewart war aktiv an der Entwicklung von Hint beteiligt: Sie verfasste Richtlinien für die KI und testete deren Vorschläge an ihrem eigenen Anwesen. „Stellen Sie es sich als digitale Erweiterung der vertrauenswürdigen Teams vor, die mir über Jahrzehnte bei der Pflege meiner Häuser geholfen haben – die Handwerker, Klempner, Gärtner und Designer. Jetzt stehen sie jedem Hausbesitzer zur Verfügung“, erklärte sie in ihrem LinkedIn-Beitrag.
Mehrere bekannte Frauen haben sich in der Vergangenheit öffentlich für den Einsatz von KI ausgesprochen und andere Frauen dazu ermutigt, die Technologie zu nutzen. So teilte Reese Witherspoon auf Instagram ihre Verwunderung darüber, dass nur drei von zehn Frauen in ihrem Buchclub KI-Tools nutzen. „Ich denke, wir sollten uns wirklich gute Tools aneignen, die unseren Alltag einfacher und besser machen“, sagte sie. In einem weiteren Instagram-Video kündigte Mel Robbins ihre Partnerschaft mit Microsoft Copilot an und forderte ihre Follower auf: „Sie müssen sich der KI zuwenden.“ Auch Sandra Bullock äußerte sich im April in diesem Sinne und riet dazu, KI konstruktiv und kreativ zu nutzen.
Doch diese Aussagen wurden oft mit Spott und Ablehnung quittiert – möglicherweise aufgrund der weit verbreiteten Ängste vor KI und den Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigt, dass Frauen stärker von generativer KI betroffen sind als Männer. Weitere Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Frauen im Bereich KI hinter Männern zurückliegen.