General Motors (GM) feiert einen bedeutenden Meilenstein: Die mit Super Cruise ausgestatteten Fahrzeuge haben weltweit bereits über 1 Milliarde Meilen (1,6 Milliarden Kilometer) autonom zurückgelegt. Zum Vergleich: Das entspricht einer Strecke bis zum Jupiter und zurück – oder 358.551 Hin- und Rückfahrten zwischen New York und Los Angeles.

Die Technologie wurde 2017 erstmals im Cadillac CT6 eingeführt und ist heute in 23 verschiedenen Modellen in Nordamerika verfügbar. Seitdem hat sich Super Cruise kontinuierlich weiterentwickelt und wird immer häufiger genutzt. Allein im vergangenen Jahr legten GM-Kunden mit der Technologie 28,7 Millionen Fahrten zurück und verbrachten dabei 7,1 Millionen Stunden handsfrei am Steuer. Fast die Hälfte dieser Meilen – rund 500 Millionen – wurden erst kürzlich gefahren.

Nutzungshäufigkeit steigt: Super Cruise wird zum Alltag

Über 50 % der Kunden aktivieren Super Cruise mindestens einmal pro Woche. Bei monatlicher Nutzung sind es sogar nahezu 85 %. Die durchschnittliche Fahrt mit der Technologie dauert 17 Meilen (27 Kilometer) und 24 Minuten – oft ein Hinweis auf Pendlerstrecken. Doch Super Cruise zeigt besonders auf langen Fahrten, etwa bei Familienurlauben, seinen vollen Nutzen.

Wirtschaftlicher Erfolg: Subskriptionen als neue Einnahmequelle

GM erwartet bis Ende des Jahres über 850.000 Super Cruise-Nutzer. Bis zu 40 % der Kunden verlängern ihr Abo nach Ablauf der kostenlosen dreijährigen Testphase. Die Preise liegen bei 399 US-Dollar pro Jahr oder 39,99 US-Dollar pro Monat. Hochgerechnet könnte GM damit jährlich hunderte Millionen Dollar durch Super Cruise generieren.

Zukunft der Technologie: Von Super Cruise zu „Eyes-Off“-Fahren

GM plant bereits die nächste Evolutionsstufe: Ab 2028 soll der Cadillac Escalade IQ ein „Eyes-Off“-System erhalten. Dabei handelt es sich um eine hochautomatisierte Fahrfunktion, die den Fahrer nicht mehr zwingt, das Lenkrad zu berühren. Stattdessen warnt das System andere Verkehrsteilnehmer mit türkisfarbenen Lichtern und nutzt eine Kombination aus Lidar, Radar und Kameras. Die Technologie basiert auf den Erfahrungen von Cruise und Super Cruise.

Google Gemini AI: Intelligenteres Sprachassistenzsystem kommt

Bereits im vergangenen Jahr kündigte GM an, Google Gemini AI in seine Fahrzeuge zu integrieren. In den kommenden Wochen erhalten 4 Millionen Fahrzeuge – darunter auch Modelle aus dem Jahr 2022 – ein Update, das die Sprachassistenz deutlich verbessert. GM verspricht eine „tiefere Integration künstlicher Intelligenz“, die auf OnStar-Intelligenz basiert. Später in diesem Jahr soll eine „intelligentere und proaktivere Assistenz” folgen, die relevante Fahrzeugdaten direkt aus dem System abruft.

„Super Cruise hat bewiesen, dass autonome Fahrtechnologien nicht nur sicher, sondern auch alltagstauglich sind. Mit den neuen Updates und der Integration von Google Gemini AI machen wir die Technologie noch zugänglicher und intelligenter.“

– Dan Nicholson, Vice President of Global Electrification and Autonomous Technology bei GM

Ausblick: Super Cruise als Standard oder Premium-Feature?

Während Super Cruise zunächst als Premium-Feature in höheren Preissegmenten angeboten wurde, könnte die Technologie durch die wachsende Nachfrage und sinkende Hardwarekosten langfristig zum Standard in vielen GM-Modellen werden. Die Kombination aus autonomem Fahren, KI-gestützter Assistenz und Abo-Modellen zeigt, wie sich die Automobilbranche in Richtung digitaler Mobilitätslösungen entwickelt.

Quelle: CarScoops