Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in einer Pressekonferenz am Freitag bekannt gegeben, dass sich die Zahl der Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius im Südatlantik von elf auf zehn reduziert hat. Der Grund: Ein zuvor gemeldeter Fall aus den USA wurde als falsch positiv identifiziert.
Dieser US-Fall war zunächst von amerikanischen Gesundheitsbehörden als „leicht positiv“ eingestuft worden. Die WHO hatte ihn zwar als „nicht schlüssig“ bewertet, zählte ihn jedoch in ihrem Ausbruchsbericht vom 13. Mai sowie in einer Pressekonferenz am 14. Mai als bestätigten Fall.
Der fragliche Fall betraf Dr. Stephen Kornfeld, einen amerikanischen Arzt an Bord des Schiffes, der nach der Erkrankung des Schiffsarztes bei der Bekämpfung des Ausbruchs half. In einem Interview mit CNN erklärte Kornfeld, dass er und andere Besatzungsmitglieder Anfang Mai, noch vor der Evakuierung, Nasenabstriche genommen und diese zur PCR-Testung in die Niederlande geschickt hätten. Zwei Labore in den Niederlanden analysierten die Abstriche: Ein Labor meldete ein negatives Ergebnis, das andere einen schwachen positiven Befund.