Ein beispielloser Hantavirus-Ausbruch hat ein Luxus-Kreuzfahrtschiff vor der Küste Westafrikas erschüttert. Acht Infektionen, darunter drei Todesfälle, wurden bisher bestätigt. Das niederländische Schiff MV Hondius, das am 1. April in Ushuaia (Argentinien) in See stach, hat noch 147 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord.

Alle derzeitigen Passagiere und Crewmitglieder zeigen keine Symptome und wurden aufgefordert, sich in ihren Kabinen zu isolieren. Das Schiff befindet sich derzeit auf einer drei- bis viertägigen Fahrt von Kap Verde zu den Kanarischen Inseln, wo spanische Behörden Unterstützung zugesagt haben.

Unterdessen arbeiten Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einem neuen, schrittweisen Verfahren, um die verbleibenden Personen sicher von Bord zu bringen. Parallel dazu werden 30 ehemalige Passagiere überwacht, die am 24. April auf der abgelegenen Insel St. Helena von Bord gingen – noch bevor der Ausbruch bekannt wurde. Diese 30 Personen stammen aus mindestens 12 verschiedenen Ländern, darunter sechs aus den USA.

Der erste Todesfall an Bord wurde bereits am 11. April gemeldet. Seitdem hat sich die Situation weiter zugespitzt, und die Behörden versuchen, mögliche weitere Infektionen zu verhindern.