Honda ruft fast eine halbe Million Minivans zurück
Der japanische Automobilhersteller Honda hat einen Rückruf für rund 440.830 Honda Odyssey der Modelljahre 2018 bis 2022 angekündigt. Grund ist ein fehlerhaftes Airbag-System, das bei bestimmten Bedingungen ungewollt auslösen kann.
Zu empfindliche Sensoren als Ursache
Laut Honda ist die Kalibrierung der Auslöse-Schwelle für die Airbag-Module zu empfindlich eingestellt. Dadurch können die seitlichen Airbags oder Vorhangairbags bereits bei starken Bodenunebenheiten – wie etwa Schlaglöchern oder Bodenwellen – aktiviert werden. Dies erhöht das Risiko für Unfälle oder Verletzungen.
Das Unternehmen bestätigte, dass es zwischen dem 24. Januar 2017 und dem 2. April 2024 25 Verletzungen im Zusammenhang mit diesem Problem gab. Todesfälle wurden bisher nicht gemeldet.
Kostenlose Reparatur für betroffene Fahrzeuge
Alle betroffenen Fahrzeughalter werden per Post über den Rückruf informiert. Sie werden aufgefordert, ihr Fahrzeug in einer autorisierten Honda-Werkstatt vorzustellen. Dort wird der SRS-ECU (Airbag-Steuereinheit) entweder neu programmiert oder ausgetauscht, um die Auslöseparameter zu korrigieren. Die Reparatur erfolgt kostenlos.
Was Halter jetzt tun sollten
- Post prüfen: Halter sollten ihre Post auf den offiziellen Rückrufbescheid von Honda überprüfen.
- Termin vereinbaren: Ein Besuch in einer Honda-Werkstatt ist erforderlich, um das Problem zu beheben.
- Keine Panik: Bis zur Reparatur besteht kein akutes Risiko, da das Problem nur unter bestimmten Fahrbedingungen auftritt.
Hintergrund und weitere Informationen
Der Rückruf betrifft ausschließlich die Honda Odyssey-Modelle der genannten Baujahre. Honda arbeitet mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu gewährleisten. Weitere Details finden sich auf der offiziellen Honda-Website oder beim Kundenservice des Herstellers.
„Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität. Wir empfehlen allen betroffenen Haltern, den Rückruf ernst zu nehmen und ihr Fahrzeug umgehend in einer Werkstatt überprüfen zu lassen.“
– Honda Deutschland