Iran hat den USA über pakistanische Vermittler ein neues Verhandlungsangebot unterbreitet. Darin geht es um die Öffnung der Straße von Hormuz und ein Ende des aktuellen Konflikts, während die Atomverhandlungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollen. Dies bestätigen ein US-Beamter sowie zwei weitere mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Das Angebot soll die festgefahrenen Gespräche zwischen den USA und Iran überwinden und interne Meinungsverschiedenheiten in der iranischen Führung über den Umfang möglicher Atomkonzessionen ausräumen. Eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormuz und zur Aufhebung der US-Blockade würde jedoch dem Weißen Haus entscheidende Verhandlungshebel nehmen – insbesondere im Hinblick auf Irans Urananreicherung und die Forderung nach einem mindestens zehnjährigen Stopp.

Die USA streben eine Lösung dieser nuklearen Fragen sowohl diplomatisch als auch militärisch an, um ihre strategischen Ziele im Konflikt mit Iran durchzusetzen.

Was jetzt passiert

Wie drei US-Beamte berichten, wird Präsident Donald Trump am Montag mit seinem nationalen Sicherheits- und Außenpolitikteam eine Krisensitzung zur Iran-Politik abhalten. Dabei sollen die aktuelle Verhandlungsblockade und mögliche nächste Schritte im Konflikt diskutiert werden.

Trump deutete in einem Interview mit Fox News an, dass er die maritime Blockade aufrechterhalten wolle. Er geht davon aus, dass der wirtschaftliche Druck Iran in den kommenden Wochen zum Einlenken zwingen könnte – insbesondere, wenn die Öl-Exporte des Landes aufgrund der Blockade zusammenbrechen. „Wenn große Mengen Öl durch Ihr System fließen und diese Leitung aus irgendeinem Grund geschlossen wird, weil Sie es nicht in Container oder Schiffe füllen können, dann explodiert diese Leitung von innen. Sie sagen, sie haben nur etwa drei Tage, bevor das passiert. Und wenn es explodiert, können Sie es nie wieder so aufbauen, wie es war. Es wäre nur noch 50 Prozent dessen, was es jetzt ist. Ich denke, sie stehen unter Druck.“

Hintergründe der Krise

Die Spannungen zwischen den USA und Iran verschärften sich am Wochenende, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Freitag und Samstag Pakistan besuchte, ohne Fortschritte zu erzielen. Trump erklärte gegenüber Axios, die iranische Haltung habe dazu geführt, dass er die geplante Reise seiner Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad absagte. „Ich sehe keinen Sinn darin, sie auf einen 18-stündigen Flug zu schicken, wenn die aktuelle Verhandlungssituation so ist. Das ist zu lang. Wir können das genauso gut am Telefon erledigen. Die Iraner können uns anrufen, wenn sie wollen. Wir werden nicht extra anreisen, um dort nur dazusitzen.“

Am Sonntag führte Araghchi Gespräche mit omanischen Offiziellen in Muscat, die sich auf die Straße von Hormuz konzentrierten. Anschließend kehrte er für eine zweite Verhandlungsrunde nach Islamabad zurück. Für Montag war ein Treffen mit russischen Vertretern in Moskau geplant, um die diplomatischen Bemühungen voranzutreiben.

Quelle: Axios