Detroit Lions Wide Receiver Jameson Williams hat am Montag in Los Angeles eine Zivilklage gegen die NCAA, die Big Ten Conference und die SEC eingereicht. Der Vorwurf: Die Verbände hätten seine Namens-, Bild- und Lizenzrechte (NIL) unrechtmäßig genutzt und ihm dafür keine angemessene Vergütung gezahlt.

In der Klageschrift argumentiert Williams, dass er während seiner College-Karriere – die größtenteils vor der Einführung der NIL-Regelungen stattfand – keine Möglichkeit hatte, seine Rechte kommerziell zu verwerten. Gleichzeitig hätten die Verbände von seinem Image profitiert, ohne ihn daran zu beteiligen.

„Bis heute hat Williams keine faire Entschädigung für den vollen kommerziellen Wert seiner Namens-, Bild- und Lizenzrechte erhalten“, heißt es in der Klageschrift. „Die Beklagten profitieren weiterhin finanziell von Williams’ Rechten, ohne ihm eine angemessene Vergütung zu zahlen.“

Williams, der 2022 als zwölfter Spieler im NFL-Draft ausgewählt wurde, fordert in der Klage unter anderem:

  • Ausgleich für entgangene Einnahmen aus sozialen Medien, die er aufgrund der damaligen Regelungen nicht erzielen konnte;
  • einen Anteil an den Lizenzgebühren aus TV-Übertragungen, die während seiner College-Zeit generiert wurden.

Die Klage stützt sich auf die Argumentation, dass Williams durch frühere Verstöße gegen das Kartellrecht daran gehindert wurde, seine NIL-Rechte zu vermarkten. Nun fordert er eine nachträgliche Kompensation für diese Benachteiligung.

Die NIL-Regelungen, die College-Sportlern seit 2021 die kommerzielle Nutzung ihrer Rechte ermöglichen, kamen für Williams zu spät. Seine Klage zielt darauf ab, die Verbände für die Zeit vor dieser Reform haftbar zu machen.