John Barbour, der als "Godfather of Reality TV" in die Fernsehgeschichte einging, ist am Wochenende im Alter von 93 Jahren verstorben. Der Schöpfer und Moderator von Reality-Formaten starb in seinem Zuhause, umgeben von seiner Familie.

Barbour wurde vor allem durch die NBC-Sendung "Real People" bekannt, die er in den 1980er-Jahren mitentwickelte, produzierte und moderierte. Geboren in Toronto, Kanada, wanderte er in den 1950er-Jahren in die USA aus, nachdem er mit 15 Jahren die Schule abgebrochen hatte.

Seine Karriere begann er als Stand-up-Comedian und trat später in Shows wie "The Tonight Show" und "The Dean Martin Show" auf. Zudem veröffentlichte er zwei Comedy-Alben – 1965 und 1978. Im Laufe seiner Karriere gewann er fünf Emmy Awards, darunter einen für seine Interviews mit prominenten Gästen wie Jane Fonda und Muhammad Ali in der Sendung "AM Los Angeles".

Weitere vier Emmys erhielt er für seine Arbeit als Nachrichtenmoderator bei KNBC in der Serie "Critic-At-Large". Neben seiner Moderationstätigkeit war Barbour auch als Schauspieler in zahlreichen Produktionen zu sehen, darunter "Breaking Bad", "Get Smart", "CSI", "Sanford and Son" und "The Liars Club".

Barbour engagierte sich auch im Dokumentarbereich. Er schrieb, produzierte und sprach den Dokumentarfilm "Ernie Kovacs: Television’s Original Genius". Für "The JFK Assassination: The Jim Garrison Tapes" (1992) erhielt er Lob auf dem San Sebastian Film Festival, gefolgt von einer Fortsetzung im Jahr 2017.

John Barbour hinterlässt seine Ehefrau Sarita sowie seinen Sohn Christopher.

Quelle: The Wrap