Mehrere medizinische Einrichtungen in den USA haben Vorladungen eines Bundesgrandjury erhalten, die sich auf die Bereitstellung geschlechtsangleichender Behandlungen für Minderjährige beziehen. Dies geht aus einer Stellungnahme des NYU Langone Health-Krankenhauses hervor und deutet darauf hin, dass das US-Justizministerium eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet hat.
Die Anfrage an NYU Langone wurde vergangene Woche vom Bundesstaatsanwalt des Northern District of Texas übermittelt. Das Krankenhaus wird aufgefordert, detaillierte Patientendaten von Minderjährigen herauszugeben, die zwischen 2020 und 2026 eine geschlechtsangleichende Behandlung erhalten haben. Dazu gehören auch Informationen über die behandelnden Ärzte sowie alle weiteren Beteiligten.
Die Vorladung ist Teil einer breiteren Prüfung der Bundesbehörden, die sich auf die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Minderjährigen konzentriert. Experten sehen darin einen möglichen Präzedenzfall für zukünftige Regulierungen in diesem sensiblen medizinischen Bereich.
NYU Langone bestätigte in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Anfrage erhalten wurde und das Krankenhaus mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Gleichzeitig betonte die Einrichtung, dass alle Behandlungen im Einklang mit geltenden Gesetzen und medizinischen Standards durchgeführt wurden.
Die Entwicklung wirft erneut Fragen über die rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Minderjährigen auf. Während Befürworter die Maßnahmen als lebensrettend und notwendig für das Wohl der Patienten verteidigen, kritisieren Gegner solche Eingriffe als medizinisch und ethisch fragwürdig.