Ein Festival mit Tradition und Moderne

Das Karlovy Vary International Film Festival (KVIFF) feiert im Juli sein 80-jähriges Jubiläum und die 60. Ausgabe. Organisatoren präsentierten am Dienstag das Programm, das mit Sonderveranstaltungen, historischen Filmvorführungen und Ausstellungen aufwartet. Das Festival findet in dem tschechischen Kurort Karlovy Vary statt, etwa 130 Kilometer westlich von Prag.

Besondere Highlights zum Jubiläum

Zu den Höhepunkten zählen:

  • Eine Ausstellung mit historischen Festivalfotos auf Freiflächen;
  • Eine Sondervorführung in Mariánské Lázně, wo 1946 die erste Ausgabe stattfand;
  • Eine Hommage an den tschechischen Präsidenten Václav Havel, der das Festival oft besuchte;
  • Neugestaltete Veranstaltungsorte.

Klassiker der Festivalgeschichte im Fokus

Im Rahmen des Programmbereichs „Out of the Past“, der sich klassischen Filmen widmet, werden 20 bedeutende Werke aus der Festivalgeschichte gezeigt. Dazu gehören unter anderem:

  • „A Matter of Life and Death“ (1946) von Michael Powell und Emeric Pressburger;
  • „Rio Escondido“ (1948) von Emilio Fernandez;
  • „Kes“ (1969) von Ken Loach;
  • „Birds, Orphans and Fools“ (1969) von Juraj Jakubisko.

Die restlichen Titel werden Anfang Juni bekannt gegeben.

Restaurierte Klassiker und Preisträger

Das Festival präsentiert zudem die Premiere einer digital restaurierten Fassung von Věra Chytilovás Film „Tainted Horseplay“ (1988). Zudem wird die Schauspielerin Magda Vášáryová mit dem President’s Award ausgezeichnet. Die slowakische Schauspielerin wurde vor allem durch den Film „Marketa Lazarová“ (1967) bekannt.

Ein Festival, das überdauert hat

„Das Karlovy Vary Festival ist ein Ereignis, bei dem sich langjährige Tradition und die Form eines modernen Filmfestivals auf einzigartige Weise verbinden. Kaum ein anderes Kulturereignis im Inland kann auf eine so reiche und vielfältige Geschichte zurückblicken.“

— Kryštof Mucha, Festivalleiter

Mucha betont, dass das Festival trotz politischer Einflüsse und externer Herausforderungen überdauert hat. Es habe sich von einer ideologisch geprägten Veranstaltung zu einem international anerkannten Filmfestival entwickelt.

Quelle: The Wrap