Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bereut möglicherweise ihren sarkastischen Spruch vor dem White House Correspondents’ Dinner (WHCD) am Samstagabend. Nur wenige Stunden später wurde die Veranstaltung in Washington abrupt abgebrochen, nachdem ein mutmaßlicher Attentäter mit Schusswaffen und Messern aufgegriffen wurde.

In einem viral gegangenen Video auf der Plattform X äußerte sich Leavitt vor ihrem Auftritt vor Fox News über die geplanten Reden – darunter auch die von Ex-Präsident Donald Trump. Mit den Worten: "Es wird witzig, unterhaltsam, und es werden heute Abend ein paar Schüsse im Raum fallen", lockte sie das Publikum. Ihre Aussage wurde kurz darauf als Zitat verbreitet und löste eine Welle der Empörung aus.

Reaktionen auf Social Media: Von Verschwörungstheorien bis zu Solidarität

Die ironische Bemerkung sorgte für hitzige Debatten in den sozialen Medien. Einige Nutzer warfen Leavitt vor, mit ihrer Wortwahl unglücklich agiert zu haben – insbesondere im Kontext der jüngsten Attentatsversuche auf Trump. Ein User kommentierte spöttisch: "Das wird ihre Verschwörungstheoretiker nicht überzeugen", während andere spekulierten, sie habe "etwas gewusst" und den Vorfall inszeniert, um Trumps Umfragewerte zu verbessern.

Andere verteidigten Leavitt und erinnerten daran, dass der Ausdruck "Schüsse fallen" auch im übertragenen Sinne – etwa als scharfe rhetorische Attacke – verwendet werden kann. Ein Nutzer schrieb ironisch: "Zum Glück können wir jetzt darüber lachen. Immerhin war das die einzige Comedy heute Abend, nachdem Trump die Comedians absagte."

Trump bestätigt Absage des WHCD und lobt verletzten Secret-Service-Agenten

Wie bereits berichtet, wurde der WHCD nach Schussgeräuschen im Washington Hilton abrupt beendet. Präsident Donald Trump wurde in Sicherheit gebracht und kündigte an, die Veranstaltung innerhalb eines Monats nachzuholen. In einer Pressekonferenz betonte er, er sei "bereit, willens und fähig", seine Rede zu halten – und fügte scherzhaft hinzu: "Ich sagte zu meinen Leuten: Das wäre die unangemessenste Rede aller Zeiten. Aber ich glaube, ich werde heute Abend vielleicht sogar noch netter sein."

Trump bezeichnete den Verdächtigen als "kranken Menschen aus Kalifornien" und bestätigte, dass ein Secret-Service-Agent durch einen Schuss verletzt wurde – jedoch dank seiner schusssicheren Weste "in bester Verfassung" sei. Interims-Polizeichef Jeffrey W. Carroll präzisierte später, dass der Verdächtige mit einer Schrotflinte, einer Pistole und mehreren Messern bewaffnet war. Er wurde nicht angeschossen und handelte vermutlich allein.

Fazit: Ein unglücklicher Timing mit weitreichenden Folgen

Leavitts Aussage, die zunächst als harmloser Scherz gedacht war, traf in einer angespannten politischen Lage auf wenig Verständnis. Während einige ihre Worte als unpassend kritisierten, wiesen andere auf den möglichen übertragenen Sinn hin. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die Sensibilität der öffentlichen Kommunikation in Zeiten erhöhter Sicherheitsrisiken.

Quelle: The Wrap