Der Kentucky-Derby-Sieger Golden Tempo wird nicht am Preakness Stakes teilnehmen. Trainerin Cherie DeVaux begründete die Entscheidung mit der Gesundheit des Pferdes und betonte, dass die langfristige Zukunft des Tieres Priorität habe.
Auf Social Media erklärte DeVaux:
„Golden Tempo hat uns im Kentucky Derby ein Rennen für die Ewigkeit beschert. Wir glauben, dass die beste Entscheidung für ihn jetzt ist, ihm nach dieser enormen Leistung etwas mehr Zeit zu geben. Seine Gesundheit, sein Wohlbefinden und seine Zukunft stehen für uns an erster Stelle.“
Statt der Preakness plant das Team den Start des Pferdes beim Belmont Stakes.
Golden Tempo ist damit der vierte Derby-Sieger in Folge, der auf die Preakness verzichtet. Zu den Vorgängern gehören Mandaloun (2021), Rich Strike (2022) und Sovereignty (2025).
Trend zeigt: Pferde brauchen mehr Erholung
Die Entscheidung unterstreicht die seit Jahren geführte Diskussion über den Rennkalender. Kritiker bemängeln, dass die nur zwei Wochen zwischen Kentucky Derby und Preakness zu kurz für die Pferde seien.
Nach dem Sieg von Sovereignty im Vorjahr äußerte sich Michael Banahan, Mitglied des Besitzerteams:
„Er hat heute hart gekämpft – besonders als Schlussläufer musste er sich voll einsetzen. Wenn er gut reagiert, könnten wir darüber nachdenken. Aber ich möchte nicht vorschnell handeln. Heute war das Ziel.“
Auch Trainer Bill Mott, der Sovereignty betreute, betonte damals:
„Wir wollen das Beste für das Pferd. Natürlich denken wir an den Triple Crown, aber das ist nicht unser Fokus.“
Nach dem Verzicht auf die Preakness gewann Sovereignty schließlich das Belmont Stakes. Mott blieb trotz des ausgefallenen Triple-Crown-Versuchs bei seiner Entscheidung.
Kann Golden Tempo das nachmachen?
Nun bleibt abzuwarten, ob Golden Tempo es Sovereignty gleichtun und das Belmont Stakes gewinnen kann. Gleichzeitig rückt die Forderung nach einer Reform des Rennkalenders weiter in den Fokus.