Unsicherheit im Pentagon: Wer verliert als Nächstes seinen Posten?

In Washington brodelt die Gerüchteküche: Wer wird als Nächstes aus dem Pentagon entfernt? Die jüngsten Entlassungen von Marine- und Armeeführung haben die Spannungen im Ministerium weiter verschärft.

Die jüngsten Personalwechsel

In diesem Monat wurden der Marinestaatssekretär John Phelan und der Generalstabschef der Armee, General Randy George, entlassen – zusammen mit zwei weiteren Führungskräften. Die Gründe reichen von politischen Differenzen bis hin zu persönlichen Konflikten. Mindestens 15 hochrangige Militärs und Zivilisten haben seit der Rückkehr von Trump ins Amt ihre Positionen verloren oder wurden abgelöst.

Persönliche Machtkämpfe und politische Spannungen

Ein hoher Regierungsbeamter beschrieb die Stimmung im Pentagon gegenüber Axios als chaotisch: „Es herrscht große Verwirrung und Kopfschütteln. Es fühlt sich an wie petty, wie Highschool-Drama.“

„Man hat das Gefühl: Wann kommt der nächste kleine Affront, der alles noch schlimmer macht?“

Konflikt zwischen Phelan und Hegseth

Besonders angespannt war das Verhältnis zwischen Phelan und dem neuen Verteidigungsminister Pete Hegseth. Phelan, der Trump Millionen für dessen Wahlkampf gespendet hatte, verfügte über direkten Zugang zum Präsidenten – was Hegseth missfiel. Auch die Reform der Marineproduktion, ein zentrales Anliegen Trumps, war ein Streitpunkt.

Auf die Frage nach einem persönlichen Konflikt zwischen den beiden verwies ein Pentagon-Sprecher auf eine Stellungnahme auf X (ehemals Twitter), die jedoch keine konkreten Gründe für die Entlassung nannte.

Militär unter Druck – während der Iran-Konflikt eskaliert

Während die internen Machtkämpfe toben, steht das US-Militär im Nahen Osten unter enormem Druck. Marineeinheiten und Luftverteidigungseinheiten der Armee sind in der Region stark gefordert. Ein ehemaliger hochrangiger Militär sagte: „Ein politischer Appointee oder General kann nur dann effektiv arbeiten, wenn er das Vertrauen hat, selbstständig Entscheidungen zu treffen – auch schwierige.“ Doch dieses Vertrauen scheint derzeit zu fehlen.

Wer ist als Nächstes dran?

Phelans Entlassung hat Spekulationen genährt, ob Hegseth nun gegen den Armeestaatssekretär Dan Driscoll vorgehen könnte. Die beiden stehen seit Langem in Konflikt. Bisher galt Driscoll als unantastbar, da er eng mit Vizepräsident Vance befreundet ist – doch Phelans enge Bindung zu Trump konnte ihn nicht retten. Gerüchten zufolge war Phelan selbst so überrascht von seiner Entlassung, dass er sich persönlich im Weißen Haus nach Bestätigung erkundigte.

Während im Kabinett bereits Umbesetzungen stattfanden, bleibt Hegseths Position innerhalb von Trumps Umfeld stabil, wie Quellen berichten.

Fazit: Ein Pentagon im Ausnahmezustand

Die aktuelle Situation zeigt, wie sehr persönliche Eitelkeiten und politische Machtkämpfe die Arbeit des Pentagon beeinträchtigen. Die Frage bleibt: Wer wird als Nächstes fallen?

Quelle: Axios