Ein Biopic mit Superstar-Potenzial

Offiziell beginnt die Sommer-Blockbuster-Saison erst Anfang Mai, doch bereits dieses Wochenende startet mit „Michael“ ein vielversprechender Auftakt. Der King-of-Pop-Biopic von Lionsgate/Universal setzt auf die immense Popularität von Michael Jackson – und könnte trotz gemischter Kritiken ein großer Kinoerfolg werden.

Ein Film mit doppelter Mission

Regisseur Antoine Fuqua inszeniert „Michael“ als ersten Teil einer zweiteiligen Hommage an den Musiklegenden. Der Film folgt Jacksons Aufstieg vom Kinderstar der Jackson 5 bis zum unangefochtenen Superstar der 1980er-Jahre, geprägt von Meilensteinen wie „Thriller“ und „Bad“.

Jaafar Jackson, Neffe des verstorbenen Stars, übernimmt die Hauptrolle und verkörpert Jackson in ikonischen Momenten – vom legendären Moonwalk bei Motown 25 bis zum Kult-Musikvideo zu „Thriller“.

Hohe Erwartungen, aber auch Kritik

Die Erwartungen an den Film sind enorm. Nach der Verschiebung von Marvels „Avengers: Doomsday“ und „Avengers: Secret Wars“ galt „Michael“ als einer der wenigen Filme, die die entstandene Lücke füllen könnten. Doch die Kritiken fallen deutlich schlechter aus als beim Vergleichsfilm „Bohemian Rhapsody“, der 2018 mit 903,6 Millionen US-Dollar zum erfolgreichsten Musik-Biopic aller Zeiten wurde.

„Michael“ erreicht derzeit nur 35 % auf Rotten Tomatoes – deutlich unter den 60 % von „Bohemian Rhapsody“. Während Jaafar Jacksons Darstellung gelobt wird, kritisieren Rezensenten die einseitige Darstellung von Jacksons Leben. Der Film vermeidet bewusst Kontroversen wie die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs in den 1990er- und 2000er-Jahren.

„Der Film konzentriert sich auf die Spannungen zwischen Michael Jackson und seinem Vater Joseph, gespielt von Colman Domingo. Die Darstellung der Missbrauchsvorwürfe wurde aufgrund vertraglicher Klauseln aus dem Film herausgeschnitten.“

Wird „Michael“ trotzdem ein Kassenschlager?

Trotz der negativen Kritiken hat der Film einen entscheidenden Vorteil: die treue Fangemeinde von Michael Jackson. Selbst konservative Prognosen gehen von einem starken Startwochenende aus. Die Frage bleibt jedoch, ob der Film das Potenzial hat, an den Erfolg von „Bohemian Rhapsody“ anzuknüpfen – oder ob die Kontroversen um Jackson langfristig die Besucherzahlen beeinflussen werden.

Die wichtigsten Fakten zu „Michael“:

  • Regie: Antoine Fuqua
  • Hauptdarsteller: Jaafar Jackson als Michael Jackson
  • Kritik: 35 % auf Rotten Tomatoes (Stand: aktuell)
  • Vergleichsfilm: „Bohemian Rhapsody“ (903,6 Mio. US-Dollar weltweiter Einspielergebnis)
  • Besonderheit: Film vermeidet Kontroversen um Jackson
Quelle: The Wrap