Ein mutmaßlicher Attentäter hat in der Nacht zum vergangenen Freitag versucht, das Haus von Sam Altman, CEO des KI-Unternehmens OpenAI, mit einem Molotow-Cocktail in Brand zu setzen. Die Tat ereignete sich vor Sonnenaufgang in San Francisco. Der Verdächtige, Daniel Moreno-Gama, wurde kurz darauf von der Polizei in der Nähe des OpenAI-Hauptsitzes im Stadtteil Mission District festgenommen.
Polizei fand Waffen und ein KI-Manifest
Bei der Durchsuchung des Hotelzimmers von Moreno-Gama entdeckten Hausangestellte eine 9-mm-Pistole und einen Laptop. Bei seiner Festnahme trug er ein dreiteiliges Manifest bei sich, in dem er vor der existenziellen Bedrohung durch künstliche Intelligenz warnte. Laut San Francisco Standard bezeichnete das Schreiben Altmans Leben als entscheidenden Faktor zwischen einer relativ normalen Zukunft und einer dystopischen Welt, die an einen schlechten „Terminator“-Film erinnere.
„Falls du wider Erwarten überlebst, würde ich das als Zeichen des Himmels deuten, dich zu bessern.“
— Auszug aus dem Manifest an Sam Altman
Das Dokument enthielt zudem Namen und Adressen weiterer Tech-CEOs und Investoren. Moreno-Gama war laut Ermittlern Mitglied eines Discord-Servers der Organisation PauseAI, die sich für ein vorübergehendes Moratorium bei der Entwicklung hochleistungsfähiger KI-Systeme einsetzt.
PauseAI distanziert sich von Gewalt
Ein Sprecher der Organisation erklärte gegenüber dem San Francisco Standard:
„PauseAI setzt sich für Sicherheit ein – für Sam Altman und seine Angehörigen genauso wie für alle anderen. Gewalt gegen Personen widerspricht unseren Grundsätzen.“
Weitere Vorfälle in Altmans Umfeld
Nur wenige Tage nach dem Molotow-Anschlag wurden zwei weitere Personen wegen eines separaten Vorfalls festgenommen. Sie sollen einen Schuss auf Altmans Haus abgegeben haben, allerdings sind die Motive hier unklar. Die Tat wird derzeit untersucht.
Hintergrund: Altmans Rolle in der KI-Debatte
Sam Altman steht seit Jahren im Zentrum der Diskussion um die Regulierung und Risiken von KI. Während einige seine Führungsrolle bei OpenAI loben, gibt es auch Kritik an seiner fachlichen Kompetenz. Kollegen berichteten anonym, Altman könne kaum programmieren und verstehe grundlegende Konzepte des maschinellen Lernens nicht.
Der Vorfall wirft nun neue Fragen auf: Handelt es sich um eine isolierte Tat eines Einzelgängers oder um ein Zeichen wachsender Radikalisierung in der KI-Debatte?