Der Moderator Joe Scarborough von Morning Joe hat sich in seiner Live-Sendung am Freitag mit den jüngsten Aussagen von Pete Hegseth, dem US-Verteidigungsminister, zur Lage im Iran auseinandergesetzt. Hegseth hatte in einer Pressekonferenz am selben Tag behauptet, die US-Marineblockade gegen den Iran sei nun global ausgeweitet worden. Zudem äußerte er sich zu Befürchtungen, der Iran könnte weitere Minen im Strait of Hormuz legen, und bezeichnete dies als Verstoß gegen das aktuelle Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran.

Hegseth betonte zudem, der Krieg gegen den Iran sei erfolgreich verlaufen, da der Iran am Ende keine Atomwaffen besitzen werde. Diese Aussage griff Scarborough umgehend auf und kommentierte sie mit deutlicher Skepsis.

„Er hat zwar richtig gesagt, dass es militärische Erfolge gab und die US-Streitkräfte weltweit unübertroffen sind“, erklärte Scarborough. „Aber er hat fälschlicherweise behauptet, es habe von Anfang an ein klares Missionsziel gegeben. Das entspricht einfach nicht den Tatsachen.“

Scarborough verwies darauf, dass Hegseths Aussage, der Iran werde am Ende keine Atomwaffen besitzen, eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Militäroperation sei. Sollte dies nicht eintreten oder der Strait of Hormuz weiterhin blockiert bleiben, wäre dies seiner Meinung nach ein „völliger Misserfolg“ der aktuellen Regierung.

Darüber hinaus kritisierte Scarborough Hegseths Behauptung, dass die vorherigen US-Regierungen über die letzten 40 Jahre hinweg tatenlos zugesehen hätten, während der Iran sein Regime ausbaute.

„Das ist schlichtweg falsch“, sagte der ehemalige Politiker. „Sieben US-Regierungen haben die von Iran ausgehenden Gefahren für die Welt erkannt. Gleichzeitig wussten sie, dass ein Krieg genau die globalen wirtschaftlichen Probleme verursachen würde, die heute Realität sind.“

Besonders scharf ging Scarborough mit Hegseths Kommentar ins Gericht, europäische Verbündete sollten aufhören, „fancy conferences“ abzuhalten, und stattdessen „ein Boot besteigen“, um die USA bei der Bewältigung der Iran-Krise zu unterstützen.

„Es ist schon bemerkenswert, wie er unsere europäischen Verbündeten verspottet – jene Länder, die uns im Kalten Krieg halfen, die Sowjetunion zu besiegen“, so Scarborough. „Diese Regierung scheint eine regelrechte Abneigung gegen Europa, gegen westliche Demokratien zu hegen. Dabei waren es genau diese Partner, die Seite an Seite mit uns gegen Nazi-Deutschland und das Kaiserliche Japan kämpften.“

Er fügte hinzu: „Es ist mehr als unpassend, über ‚Cocktailpartys‘ zu lästern, während die USA am Tag zuvor 90 Milliarden Euro an Hilfsgeldern für die Ukraine bereitstellten – Gelder, die diese Regierung bisher nicht genutzt hat, um den Ukrainern im Kampf gegen Russland zu helfen.“

Quelle: The Wrap