Washington – Neue Sicherheitsaufnahmen aus dem Washington Hilton werfen ein beunruhigendes Licht auf den mutmaßlichen Attentäter Cole Tomas Allen. Wie die US-Bundesanwältin für den District of Columbia, Jeanine Pirro, am Donnerstag mitteilte, zeigen die Videos Allen, wie er das Hotel am Tag vor dem Angriff am White House Correspondents’ Dinner (WHCD) auskundschaftete.
„Heute veröffentlichen wir Videoaufnahmen, die bereits dem US-Bezirksgericht vorgelegt wurden. Sie zeigen, wie Cole Allen einen Secret-Service-Agenten anschoss, während er einen Attentatsversuch auf den Präsidenten beim WHCD unternahm“, erklärte Pirro auf der Plattform X. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass es sich um Friendly Fire handelte.“
Besonders auffällig: Ein Diensthund schien Allens Verhalten bereits Sekunden vor dem Angriff misstrauisch zu beobachten. Während Sicherheitskräfte einen Metalldetektor auseinandernahmen, näherte sich Allen einer Tür. Der Hund reagierte mit Unruhe – kurz darauf stürmte Allen mit einer Waffe in der Hand durch die Tür und eröffnete das Feuer.
Die Aufnahmen haben in sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Nutzer kommentierten die Szene mit Aussagen wie: „Eine goldene Lebensregel: Hört auf euren Hund!“ oder „Der Hund wusste es früher als jeder Mensch!“
Ein Sprecher des Weißen Hauses reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von TheWrap.
Hintergrund: Vorwürfe und mögliche Motive
Drei Tage nach dem Vorfall wurde Allen am Montag wegen versuchten Attentats auf Präsident Donald Trump angeklagt. Ihm drohen bis zu lebenslange Haftstrafen. Die Anklage umfasst drei schwere Vorwürfe, darunter den versuchten Mord an einem Staatsoberhaupt. Ein Schuldbekenntnis legte Allen bisher nicht ab.
Laut Ermittlern soll Allen kurz vor dem Angriff Nachrichten an seine Familie gesendet haben, in denen er sich als „Friendly Federal Assassin“ bezeichnete. Zudem veröffentlichte er ein Manifest, in dem er sich bei Eltern, Schülern, Kollegen und anderen entschuldigte. Darin heißt es unter anderem:
„Ich bin Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Was meine Vertreter tun, spiegelt sich in mir wider. Und ich kann nicht länger tatenlos zusehen.“
Die Ermittlungen laufen unter Federführung der Bundesanwaltschaft und des FBI weiter.