Der Klassiker „Westworld“ (1973) von Michael Crichton erhält ein Remake. Der Drehbuchautor und Regisseur schuf mit dem Sci-Fi-Film einen Vorreiter für Themen wie künstliche Intelligenz und dystopische Freizeitparks. Nun übernimmt David Koepp, einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Hollywoods, die Neuverfilmung für Warner Bros.
Ein Regisseur steht laut aktuellen Berichten noch nicht fest. Damit widerlegt das Studio frühere Meldungen, die einen Regisseur in Aussicht gestellt hatten.
Die Handlung des Originals: Im Jahr 1983 besuchen Gäste einen futuristischen Freizeitpark, der im Stil des Wilden Westens gestaltet ist. Die Besucher interagieren mit humanoiden Robotern – bis ein Systemfehler auftritt und die Maschinen die Kontrolle übernehmen. Yul Brynner verkörperte in der Rolle des „Gunslingers“ einen der gefährlichsten Androiden. Der Film spielte mit einem Budget von nur 1,2 Millionen Dollar über 10 Millionen ein und wurde zum Kult.
Der Film thematisierte bereits früh Probleme der KI-Entwicklung, etwa die unnatürlichen Bewegungen der Roboterhände – ein Thema, das bis heute bei generativer KI relevant ist. Crichton griff das Konzept später in seinem Roman „Jurassic Park“ wieder auf, der ebenfalls von einem technologischen Desaster handelt.
Vor kurzem veröffentlichte Arrow Video eine restaurierte 4K-Version des Films mit exklusiven Bonusmaterial.
Das Franchise:
- 1976 folgte der Sequel „Futureworld“ ohne Crichtons Beteiligung.
- 1980 startete die kurzlebige TV-Serie „Beyond Westworld“, die nach nur zwei ausgestrahlten Folgen eingestellt wurde.
- 2016 adaptierte HBO den Stoff als hochpreisige Serie mit Evan Rachel Wood, Anthony Hopkins und Ed Harris. Die Serie gewann neun Emmys, doch nach der vierten Staffel wurde sie eingestellt.
Koepp, bekannt für Filme wie „Jurassic Park“, „Spider-Man“ und „Indiana Jones“, arbeitet aktuell an mehreren Projekten. Sein Horrorfilm „Cold Storage“ erschien kürzlich, und am 12. Juni startet sein neues Werk „Disclosure Day“ unter der Regie von Steven Spielberg. Zudem schrieb er 2023 die Drehbücher für Soderberghs Filme „Presence“ und „Black Bag“.