Ein schwacher Quarterback-Jahrgang 2026?
Der NFL Draft 2026 rückt näher, doch die Prognosen für die Quarterback-Klasse fallen ernüchternd aus. Draft-Analysten wie Matt Miller (ESPN) und Dane Brugler (The Athletic) stufen nur 12 bzw. 14 Spieler als erstklassige Erstrunden-Talente ein – die niedrigsten Zahlen seit Jahren. Besonders die Quarterbacks tragen zu diesem Trend bei.
Warum Quarterbacks den Draft beeinflussen
Starke Quarterback-Klassen verschieben die Dynamik des Drafts: Viele Talente rücken in höhere Runden, weil Teams früh auf die Position setzen. Ein Beispiel ist der Draft 2024, als gleich drei Quarterbacks in der ersten Runde ausgewählt wurden – insgesamt sechs in der ersten Runde, ein Rekord. Das ermöglichte es anderen Positionen, tiefer im Draft vertreten zu sein.
Doch 2026 könnte sich das Bild ändern. Nach der sicheren Verpflichtung von Fernando Mendoza (Indiana) als Nr. 1 durch die Las Vegas Raiders könnte es lange dauern, bis der nächste Quarterback ausgewählt wird. Experten wie Adam Schefter (ESPN) sprechen bereits von einem möglichen "Quarterback-Gap-Jahr".
Historische Parallelen: Das Draft-Jahr 2001
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche Lücken keine Seltenheit sind. Im Draft 2001 wählten die Atlanta Falcons Michael Vick als Nr. 1, während der nächste Quarterback erst in der zweiten Runde (Drew Brees, Nr. 32) an der Reihe war. Ähnlich könnte es 2026 laufen, wenn der nächste Quarterback erst in der zweiten Runde gezogen wird.
Besonders im Fokus steht Ty Simpson, der als zweiter Quarterback gehandelt wird. Die New York Jets (Picks Nr. 2, 16, 33) und die Arizona Cardinals (Picks Nr. 3, 34) gelten als heißeste Kandidaten für seine Verpflichtung. Doch es gibt auch Spekulationen über mögliche Trades, um Simpson bereits in der ersten Runde zu sichern.
Mögliche Szenarien für den Draft 2026
- Szenario 1: Mendoza wird als Nr. 1 verpflichtet, Simpson folgt erst in der zweiten Runde – ähnlich wie 2001.
- Szenario 2: Ein Team handelt sich in die erste Runde ein, um Simpson früh zu sichern.
- Szenario 3: Die Teams warten ab und setzen auf andere Positionen, bis die Quarterback-Klasse 2027 ansteht.
"Nach Mendoza könnte es lange dauern, bis der nächste Quarterback ausgewählt wird. Das wäre ein historisches Gap-Jahr."
Adam Schefter, ESPN NFL Insider
Was das für die Teams bedeutet
Die schwache Quarterback-Klasse 2026 zwingt die Teams zu strategischen Entscheidungen. Während einige auf die Position setzen, könnten andere auf die starke Klasse 2027 warten oder auf andere Positionen ausweichen. Besonders Teams mit frühen Picks stehen vor der Frage: Jetzt einen Quarterback nehmen – oder auf bessere Optionen im nächsten Jahr hoffen?
Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Teams positionieren. Eines ist jedoch sicher: Die Diskussion um die Quarterback-Klasse 2027 wird den Draft 2026 noch lange begleiten.