Minneapolis, Minnesota, USA – Noch keine Woche ist die WNBA-Saison 2026 alt, doch bereits jetzt zeichnet sich eine klare Favoritin für den Titel Rookie of the Year ab: Olivia Miles. Die 22-jährige Guard der Minnesota Lynx, die im Draft an zweiter Stelle ausgewählt wurde, überzeugte in ihrem WNBA-Debüt am vergangenen Samstag gegen die Atlanta Dream mit einer beeindruckenden Bilanz: 21 Punkte, 8 Assists, 3 Rebounds, 2 Steals und 2 Blocks.
In ihrer zweiten Partie am Dienstag gegen die Phoenix Mercury bestätigte Miles ihre starke Form mit 13 Punkten, 7 Rebounds und 6 Assists – allesamt Werte, die sie als vielversprechende Zukunftshoffnung für die Lynx ausweisen. Ein Team, das in der Offseason die Hälfte seiner Stammspieler verloren hat und nun auf junge Talente wie Miles setzt.
„Sie wird eine herausragende Spielerin in unserer Liga sein.“
— Nate Thibault, Headcoach der Phoenix Mercury
Thibault, der Miles vor dem Spiel beobachtete, zeigte sich begeistert von ihren Fähigkeiten: „Sie ist eine generationaler Passgeberin mit außergewöhnlicher Spielvision.“
Weitere Rookies im Blick: Wer könnte Miles gefährlich werden?
Während Miles bereits jetzt als Top-Kandidatin gilt, gibt es weitere Neulinge, die um die Auszeichnung kämpfen könnten:
- Azzi Fudd (Draft-Pick 1, Dallas Wings): Startete im Saisoneröffnungsspiel mit nur 3 Punkten bei zwei Feldversuchen. Die Guard-Tiefe der Wings deutet darauf hin, dass sie zunächst weniger Spielzeit erhalten könnte.
- Awa Fam (Draft-Pick 3, Seattle Storm): Die 19-Jährige spielt noch in Europa und steht kurz vor ihrem WNBA-Debüt.
- Lauren Betts (Draft-Pick 4, Washington Mystics): Kommt als Bankspielerin zum Einsatz und unterstützt Shakira Austin sowie Kiki Iriafen, die zentrale Figuren des Teams sind.
- Gabriella Jaquez (Draft-Pick 5, Chicago Sky): Zeigte im Saisonauftakt mit 10 Punkten, 7 Rebounds, 2 Assists und 2 Steals vielseitige Stärken, wird aber voraussichtlich eine wichtige Rolle im Team einnehmen.
Überraschungen abseits der Lotterie-Picks
Auch außerhalb der ersten Draft-Runde haben einige Rookies bereits Akzente gesetzt:
- Jovana Nogic (Phoenix Mercury): Die 28-jährige Serbin glänzte in ihrem Debüt mit 19 Punkten und folgte mit 16 Punkten in der nächsten Partie.
- Emma Cechova (Minnesota Lynx): Die Tschechin steuerte in ihren ersten Spielen wertvolle Minuten bei.
- Pauline Astier (New York Liberty): Die 24-jährige Französin überzeugte in den ersten Spielen, wird aber voraussichtlich eine begrenztere Rolle einnehmen.
- Noemie Brochant (Phoenix Mercury): Die Französin rundet das starke Rookie-Aufgebot der Mercury ab.
Mit Olivia Miles an der Spitze könnte die WNBA-Saison 2026 bereits jetzt eine spannende Debatte um den besten Neuling des Jahres entfachen – lange vor dem offiziellen Saisonende.