Die Mediengruppe Paramount Skydance, geführt von David Ellison, hat bei der Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag eingereicht, um Investitionen aus dem Nahen Osten in den geplanten 110-Milliarden-Dollar-Fusionsdeal mit Warner Bros. Discovery zu genehmigen.
In einer öffentlichen Bekanntmachung der FCC heißt es, dass Paramount die Behörde bittet, „bestehenden und potenziellen ausländischen Investoren indirekt Eigenkapital- und Stimmrechte an Paramount zu gewähren, die in der Summe die gesetzliche 25-Prozent-Marke überschreiten“. Zudem soll die FCC bestimmte ausländische Investoren ermächtigen, „indirekte Beteiligungen von über fünf Prozent oder Stimmrechte an Paramount zu halten“ und „zukünftige nicht beherrschende ausländische Investoren im Voraus zu genehmigen, ihre indirekten Beteiligungen oder Stimmrechte auf bis zu 20 Prozent auszubauen“.
Paramounts Antrag sieht vor, dass ausländische Investoren „in der Summe bis zu 100 Prozent der Eigenkapital- und Stimmrechte an Paramount halten dürfen“ – berücksichtigt werden dabei natürliche Schwankungen des frei gehandelten Kapitals sowie mögliche zukünftige Investitionen. Laut Paramount wird die indirekte ausländische Beteiligung jedoch voraussichtlich bei etwa 49,5 Prozent liegen und keine Übertragung der Kontrolle über das Unternehmen zur Folge haben.
Ein Sprecher von Paramount erklärte gegenüber TheWrap, dass der Antrag „völlig üblich für solche Investitionen ist und keine Voraussetzung für die Vollendung der Übernahme von WBD darstellt“.
„Nach Abschluss der Transaktion und der Syndizierung des Eigenkapitals werden die Ellison-Familie und RedBird gemeinsam den größten Anteil am fusionierten Unternehmen halten. Sie bleiben die alleinigen Eigentümer der Class A-Aktien, die 100 Prozent der Stimmrechte repräsentieren. Kein anderer Investor erhält Governance-Rechte, Stimmrechte oder eine Vertretung im Vorstand“, so der Sprecher. „Die Kombination der komplementären Assets von Paramount und WBD wird den Wettbewerb stärken und gleichzeitig eine starke Plattform für kreative Talente sowie mehr Auswahl für Verbraucher schaffen.“
Die FCC hat den Antrag nach einer ersten Prüfung zur Bearbeitung angenommen. Möglicherweise werden zusätzliche Unterlagen oder Stellungnahmen angefordert. Zudem wird der Fall an relevante Exekutivbehörden weitergeleitet, um „nationale Sicherheits-, Strafverfolgungs-, Außenhandels- oder Handelspolitikaspekte zu prüfen“. Die Öffentlichkeit kann bis zum 27. Mai Stellungnahmen einreichen, Antworten sind bis zum 11. Juni möglich.