Der Entwickler des beliebten Spiels Party Animals, Recreate Games, hat mit einer umstrittenen Ankündigung für Aufsehen gesorgt: Ein AI-Videowettbewerb mit einem Preisgeld von bis zu 75.000 Dollar sollte Fans die Möglichkeit geben, KI-generierte Videos einzureichen. Doch die Community reagierte mit überwältigender Ablehnung – und zwang das Studio zum Rückzieher.

Die ursprüngliche Ankündigung auf Twitter/X spiegelte die Stimmung der Spieler wider: Auf 3.400 Antworten und 2.200 Weiterleitungen kamen lediglich etwa 500 Likes. Eine klare Absage an das Vorhaben. Daraufhin sah sich Recreate Games gezwungen, Stellung zu beziehen und sich zu entschuldigen.

"Wir möchten uns für die kürzlichen Diskussionen rund um den AI-Videowettbewerb entschuldigen und bedauern, dass wir damit Spieler verärgert haben", so die offizielle Stellungnahme des Studios. "Außerdem bedauern wir, dass wir die Kommunikation vor dem Start des Wettbewerbs nicht klar genug gestaltet haben."

Das ursprüngliche Ziel des Wettbewerbs war es, die Hürden für kreative Beiträge zu senken. Wie das Studio erklärte, hatten in der Vergangenheit viele Spieler großartige Ideen, konnten diese aber aufgrund mangelnder Kenntnisse in Bereichen wie Videobearbeitung, 3D-Modellierung oder Animation nicht umsetzen. KI sollte als zugängliches Werkzeug dienen, um mehr Teilnehmern die Umsetzung ihrer Projekte zu ermöglichen.

Die Reaktionen der Community waren jedoch überwiegend negativ. Viele Spieler kritisierten die Entscheidung scharf und forderten das Studio auf, den Wettbewerb zu überdenken. Glücklicherweise reagierte Recreate Games darauf und zog den Wettbewerb zurück – allerdings erst, nachdem bereits zahlreiche negative Bewertungen auf Steam veröffentlicht wurden. Während die allermeisten Bewertungen des Spiels positiv ausfallen, zeigen die kürzlichen Bewertungen nun ein überwiegend negatives Bild.

"Wir wollen handgefertigte Arbeit nicht abwerten oder Schöpfer respektlos behandeln. Für uns ist KI einfach ein weiteres Werkzeug. Uns geht es um die Idee, den Ausdruck und das Endergebnis."

Um die Community einzubinden, startete das Studio eine Abstimmung, in der die Spieler über die Zukunft des Wettbewerbs entscheiden können. Innerhalb der ersten Stunde stimmte die überwältigende Mehrheit für die Absage des Wettbewerbs.

Der Vorfall zeigt erneut, wie sensibel die Gaming-Community auf Veränderungen reagiert, die als Bedrohung für traditionelle kreative Prozesse wahrgenommen werden. Gleichzeitig unterstreicht er die Bedeutung einer klaren Kommunikation seitens der Entwickler, um solche Konflikte von vornherein zu vermeiden.