Die Nürburgring-Nordschleife, auch als "Grüne Hölle" bekannt, bleibt ein Schauplatz für Rekorde – und diesmal hat Porsche mit einem Elektroauto die Messlatte höher gelegt. Der deutsche Sportwagenhersteller erreichte mit dem Taycan Turbo GT (inklusive Weissach Pack und Manthey Kit) eine Rundenzeit von 6:55,553 Minuten und sicherte sich damit den Rekord für das schnellste Serien-Elektroauto auf der anspruchsvollen Strecke. Zum Vergleich: Der Yangwang U9 Xtreme mit 3.000 PS benötigte fast vier Sekunden länger. Am Steuer saß Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern.
Der Sieg des Taycan ist umso bemerkenswerter, da das Fahrzeug mit einer Leistung von nur 700 PS auskommt – ein Bruchteil der Leistung des Yangwang. Damit unterstreicht Porsche einmal mehr die Effizienz und Präzision seiner Elektroantriebe.
Doch Porsche war nicht das einzige Unternehmen der Volkswagen Gruppe, das kürzlich auf der Nordschleife glänzte. Der Golf GTI Edition 50 stellte mit einer Zeit von 7:44,523 Minuten einen neuen Rekord für das schnellste frontgetriebene Serienauto auf.
Während die Sportwagen und Rennstrecken für Schlagzeilen sorgen, setzt Volkswagen auch in der Elektromobilität auf strategische Investitionen. Der Konzern hat seinen Anteil an Rivian auf nun 15,9 % ausgebaut – und übertrifft damit sogar den Tech-Giganten Amazon. Rivian, bekannt für seine elektrischen Pickups und SUVs, könnte in Zukunft weitere Modelle wie eine Hochleistungsvariante des R2 erhalten.
Nicht nur bei Porsche und VW gibt es Neuigkeiten: Lexus präsentiert mit dem TZ einen neuen dreireihigen Elektro-SUV, der auf der gleichen Plattform wie der rein elektrische Toyota Highlander basiert. Der TZ soll eine Reichweite von bis zu 300 Meilen bieten und mit einem Allradantrieb sowie einer Leistung von 338 PS ausgestattet sein. Die Markteinführung ist für Ende 2026 geplant, Details zu Preisen und weiteren Spezifikationen folgen noch in diesem Jahr.
Nicht alle Elektroauto-Hersteller können jedoch mit Erfolgen punkten: Polestar verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen Verlust von 383 Millionen US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 166 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum, obwohl die Verkäufe gestiegen sind.