Illinois Gouverneur JB Pritzker zeigt sich überzeugt, dass die jüngste Anklage des US-Justizministeriums gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey vor Gericht keine Chance haben wird. Der Grund: Die Vorwürfe stützen sich auf einen harmlosen Instagram-Post mit Muscheln.

In einem Auftritt bei „Deadline: White House“ auf MSNBC kritisierte Pritzker die Anklage scharf. Er bezeichnete sie als politisch motivierten Angriff auf die Meinungsfreiheit und Comey als „politischen Gegner“ von Ex-Präsident Donald Trump. „Dies ist nicht die erste Anklage gegen Comey“, betonte Pritzker. „Es ist nicht das erste Mal, dass das Justizministerium politische Gegner Trumps verfolgt.“

Pritzker warf Trump vor, die Macht der Bundesregierung zu missbrauchen, um Personen zu verfolgen, die ihm nicht genehm sind. „Er hat gedroht, mich ins Gefängnis zu werfen – ohne Beweise, ohne konkrete Vorwürfe. Er nutzt einfach die Macht des Staates gegen Menschen, die er nicht mag“, so der Gouverneur.

Besonders kritisierte Pritzker die Anklage als „falsch“ und verwies auf die Absage des diesjährigen White House Correspondents’ Dinner, das eigentlich als Feier der Meinungsfreiheit gedacht war. „Comey wird hier wegen seiner Äußerungen im Rahmen des ersten Zusatzartikels der Verfassung verfolgt“, erklärte Pritzker. „Das Einzige, wofür er sich schuldig gemacht hat, ist, seine Meinung zu äußern.“

Als Begründung für die Anklage dient ein Instagram-Post Comeys aus dem Mai, auf dem die Zahlen „86-47“ in Muscheln am Strand arrangiert waren. Comey hatte das Bild später gelöscht, nachdem er erfahren hatte, dass einige Nutzer diese Zahlen mit Gewalt assoziieren. „Er hat es nicht als Drohung gegen den Präsidenten gemeint, sondern einfach als harmlosen Post“, sagte Pritzker. „Doch das Justizministerium nutzt genau das als Beweismittel, um ihn zu belasten.“

Comey selbst reagierte auf die Anklage mit einem Video auf Substack, in dem er betonte: „Das ist nicht das Amerika, das wir kennen. So sollte sich das Justizministerium nicht verhalten.“

Bereits im September hatte die Trump-Administration Comey angeklagt, ihm vorgeworfen, vor dem Kongress gelogen zu haben. Doch diese Anklage wurde von einem Richter abgelehnt, da der zuständige Staatsanwalt rechtswidrig ernannt worden war.

Pritzker schloss seine Ausführungen mit der Prognose: „Dieser Fall wird fallen gelassen. Ich garantiere Ihnen fast. Es geht um Muscheln am Strand.“

Quelle: The Wrap