Sony hat im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal nur 1,5 Millionen PS5-Konsolen verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der massive Einbruch der Verkaufszahlen folgt auf zwei Preiserhöhungen innerhalb eines Jahres, durch die der Preis der Standard-PS5 von ursprünglich 499,99 US-Dollar auf nun 649,99 US-Dollar stieg.
Als Gründe für die Preisanpassungen nannte Sony im März „anhaltende Belastungen durch die globale Wirtschaftslage“. Zudem belasteten eine anhaltende Speicherkrise und die geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine die Lieferketten. Die gestiegenen Produktionskosten zwangen das Unternehmen, die Preise anzupassen, um die Margen zu halten.
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Sony nun einen Rückgang der Spieleumsätze um sechs Prozent. Diese Prognose könnte jedoch durch die weiterhin hohen Speicherkosten und mögliche weitere Lieferengpässe gefährdet werden. „Wir planen, unsere PS5-Hardware-Verkäufe im Geschäftsjahr 2026 auf Basis der aktuellen Marktbedingungen neu zu bewerten“, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Die Entwicklung wirft Fragen zur Zukunft der PlayStation-Plattform auf. Während Sony weiterhin auf hochpreisige Hardware setzt, könnte der anhaltende Preisauftrieb die Nachfrage weiter dämpfen. Branchenexperten vermuten, dass die Konkurrenz durch günstigere Alternativen wie Microsofts Xbox Series X|S oder Nintendo Switch die Situation zusätzlich verschärft.