Senatoren beider Parteien lehnen Trumps Gesundheitsbudget ab
WASHINGTON — Die von Senatoren beider Parteien geleitete Gesundheits-Subkommission des Senats zeigte sich skeptisch gegenüber den geplanten Kürzungen in der Gesundheitsforschung und öffentlichen Gesundheitsprogrammen im Haushaltsentwurf der Regierung Trump. Damit könnte der Kongress bereits zum zweiten Mal in Folge zentrale Vorschläge der Administration ignorieren.
Haushaltsentwurf sieht 12-prozentige Kürzung für Gesundheitsministerium vor
Bei einer Anhörung am Dienstag im Senat wurden Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Fragen zu den Auswirkungen des Haushaltsentwurfs 2027 gestellt. Dieser sieht eine 12-prozentige Kürzung für das Gesundheitsministerium vor und wirft damit Probleme für die Bekämpfung chronischer Krankheiten, Raucherentwöhnung und Krebsforschung auf.
Geplante Maßnahmen im Detail
- Kürzungen beim National Institutes of Health (NIH): Das NIH, eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen weltweit, soll deutlich weniger Mittel erhalten.
- Streichung einer Gesundheitsforschungsbehörde: Eine bestehende Behörde soll komplett aufgelöst werden.
- Neue Behörde für chronische Krankheiten: Stattdessen soll eine neue Einrichtung namens „Administration for a Healthy America“ geschaffen werden.
Vorjahresvorschläge werden erneut blockiert
Die geplanten Maßnahmen ähneln stark den Vorschlägen aus dem Vorjahr, die ebenfalls auf Ablehnung im Kongress stießen. Sollte sich die Skepsis der Senatoren bestätigen, könnte der Haushaltsentwurf erneut weitgehend ignoriert werden. Dies würde bedeuten, dass die Gesundheitsforschung und öffentliche Gesundheitsprogramme weiterhin auf dem aktuellen Niveau finanziert werden.
„Die geplanten Kürzungen gefährden essentielle Forschungsprojekte und Programme, die der Bevölkerung zugutekommen.“
— Senatorin einer der beiden großen Parteien (Name nicht genannt)
Ausblick: Kongress könnte Haushaltsentwurf erneut ablehnen
Sollte der Kongress den Vorschlägen der Regierung Trump erneut nicht folgen, könnte dies zu einer Fortsetzung der bisherigen Finanzierung führen. Die Senatoren betonten, dass die geplanten Kürzungen nicht mit den dringenden Gesundheitsbedürfnissen der Bevölkerung vereinbar seien.