Ein Bundesrichter in den USA hat einen angeblichen Suizidbrief von Jeffrey Epstein öffentlich gemacht. Der Brief wurde im Rahmen eines Verfahrens gegen Epsteins ehemaligen Zellengenossen Nicholas Tartaglione eingereicht.

Richter Kenneth Karas von einem Bundesgericht in New York gab den undatierten und nicht verifizierten Brief am Mittwoch frei. Tartaglione, der wegen Mordes und anderer Verbrechen verurteilt wurde, hatte den Brief laut eigenen Angaben in seiner Zelle gefunden.

Der Brief wurde nun in die Akten des Gerichts aufgenommen. Eine Kopie des Dokuments ist über DocumentCloud abrufbar.

Hintergrund des Verfahrens

Der Fall betrifft Nicholas Tartaglione, der als ehemaliger Mitgefangener Epsteins in Verbindung mit dessen Tod steht. Tartaglione hatte den angeblichen Suizidbrief der New York Times zufolge in seiner Zelle entdeckt. Die Echtheit des Briefes ist jedoch weiterhin unbestätigt.

Epstein wurde 2019 in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden. Offizielle Ermittlungen gehen von Suizid aus, doch es gibt weiterhin Zweifel an den Umständen seines Todes.

Reaktionen und weitere Entwicklungen

Die Veröffentlichung des Briefes wirft neue Fragen auf. Kritiker fordern eine unabhängige Überprüfung der Todesumstände Epsteins. Bisher gibt es keine offiziellen Stellungnahmen zu den Inhalten des Briefes.

Das Verfahren gegen Tartaglione läuft weiter. Es bleibt abzuwarten, ob der Brief als Beweismittel zugelassen wird.

Quelle: Axios