Rivian R2: Vom Basis-SUV zur Modellfamilie

Die Wartezeit auf Rivians viel diskutierten elektrischen R2-SUV neigt sich dem Ende zu. Nach dem Erfolg des R1T-Pickups, des dreireihigen R1S-SUVs und der Lieferfahrzeuge für Amazon setzt Rivian nun auf ein kompakteres und erschwinglicheres Modell. Die ersten R2-Varianten sollen preislich mit Konkurrenten wie dem BMW iX3 mithalten können. Ab 2024 ist ein Einstiegsmodell für rund 45.000 US-Dollar mit kleinerer Batterie geplant.

R2X und R3: Rivian plant weitere Varianten

Doch damit nicht genug: Rivian-Chef RJ Scaringe deutete in einem Interview mit Reuters an, dass weitere R2-Modelle in Entwicklung sind. "Es könnte durchaus eine R2X geben", erklärte Scaringe. Zudem arbeite Rivian an möglichen Kombinationen verschiedener Ausstattungsvarianten. Eine konkrete Ankündigung weiterer Modelle stehe jedoch noch aus.

Eigene Lidar-Sensoren in Zusammenarbeit mit chinesischem Partner

Scaringe bestätigte zudem, dass Rivian die Entwicklung eigener Lidar-Sensoren prüft. Diese sollen in Kooperation mit einem chinesischen Unternehmen entstehen. Der Einsatz dieser Technologie könnte die Sicherheit und Autonomie der Fahrzeuge weiter verbessern.

Produktion: Illinois startet, Georgia folgt 2028

Die ersten R2-Modelle werden im Werk in Normal, Illinois, gefertigt. Doch die Zukunft der Produktion liegt im neuen Werk in Georgia. Dort soll ab 2028 auch der noch kleinere R3 (und dessen R3X-Variante) vom Band rollen. Die Finanzierung des Werks erfolgt teilweise über einen Kredit der US-Regierung in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar, auf den Rivian ab 2024 zugreifen kann.

Ausblick: Rivian setzt auf Wachstum und Innovation

Mit der Erweiterung seiner Modellpalette und der Investition in neue Produktionstechnologien unterstreicht Rivian seinen Anspruch, sich als ernstzunehmender Konkurrent im Premium-Elektrosegment zu etablieren. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob das Unternehmen seine ehrgeizigen Pläne umsetzen kann.