Der Streit zwischen Elon Musk und OpenAI nimmt eine neue Wendung: Laut einer aktuellen Zeugenaussage von OpenAI-CEO Sam Altman hat Musks Führungsstil dem KI-Startup „massiven Schaden“ zugefügt. In einem Prozess, den Musk gegen OpenAI angestrengt hat, schilderte Altman, wie der Tesla-Chef Führungskräfte wie den damaligen OpenAI-Präsidenten Greg Brockman und den ehemaligen leitenden Wissenschaftler Ilya Sutskever dazu drängte, Forscher nach ihren Leistungen zu bewerten – und zwar mit einer Methode, die Altman als „zerstörerisch“ bezeichnete.

Altman erklärte vor Gericht, Musk habe von den Führungskräften verlangt, ein „Chainsaw durch das Team zu jagen“ – also eine radikale, demotivierende Bewertung der Mitarbeiter vorzunehmen. Obwohl Altman einräumte, dass dies Musks typischer Führungsstil sei, betonte er, dass eine solche Vorgehensweise in einem innovativen Forschungslabor wie OpenAI völlig fehl am Platz gewesen wäre.

Ich glaube nicht, dass Herr Musk verstanden hat, wie man ein gutes Forschungslabor führt“, sagte Altman in seiner Aussage. Auf die Frage seines Anwalts William Savitt, wie sich Musks Ausscheiden auf die Moral der Mitarbeiter ausgewirkt habe, unterstrich Altman die negativen Folgen von Musks Führungskultur.

Der Konflikt zwischen Musk und OpenAI reicht bis in die Gründungszeit des Unternehmens zurück. Musk war 2015 einer der Mitgründer von OpenAI, verließ das Unternehmen jedoch 2018 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung und Finanzierung. Seitdem hat sich der Ton zwischen den beiden Seiten deutlich verschärft, insbesondere nachdem Musk im vergangenen Jahr eine Klage gegen OpenAI einreichte, in der er dem Unternehmen vorwirft, seine ursprüngliche gemeinnützige Mission verraten zu haben.

Quelle: The Verge