Sara Blakely gründete das Modeunternehmen Spanx mit einem Startkapital von nur 5.000 Dollar und baute daraus ein Milliarden-Imperium auf. Dabei setzte sie auf unkonventionelle Marketingmethoden und ihren unerschütterlichen Willen. Doch wie sie kürzlich in einer Rede an Absolventen der Florida State University verriet, hatte sie dabei eine besondere Hilfe: eine Motivationskassette.
Blakely sprach über diese Kassette während der Abschlussfeier im Frühjahr 2026. Sie erzählte dem Publikum, dass ihr Vater ihr mit 16 Jahren eine Kassette mit dem Titel How to Be a No-Limit Person von Wayne Dyer schenkte. Dyer war ein bekannter Selbsthilfe-Autor, Motivationsredner und lizenzierter Therapeut mit einem Doktortitel in Beratung. Er veröffentlichte über 40 Bücher, die sich vor allem mit der Kraft der Intention beschäftigten.
„Ich hörte eine Stimme, die von der Macht der eigenen Gedanken sprach – von Visualisierung, der Manifestation der Zukunft, dem Überwinden von Versagensängsten und dem Ignorieren der Meinungen anderer.“
Blakely erklärte, dass sie die Kassette immer wieder abspielte. Während ihre Mitschüler in der Highschool Bon Jovi und Madonna hörten, lief bei ihr im Auto ständig Dr. Dyers Stimme. Mit der Zeit prägten seine Worte ihr Denken und vermittelten ihr entscheidende Konzepte, die später ihren Erfolg begründeten.
Auf Instagram bedankte sich Blakely posthum bei Dyer – er starb 2015 – dafür, dass er ihr beigebracht habe, eine „No-Limit“-Persönlichkeit zu werden. Ein zentraler Aspekt seiner Lehren, an dem sie sich festhielt.
Dyers Fokus lag darauf, das Mindset zu verändern: weg von selbst auferlegten Grenzen, hin zu innerer Führung und einem Leben mit klarer Zielsetzung. Seine Botschaft war klar: Externe Hindernisse oder die Meinungen anderer dürfen einen nicht aufhalten, solange man an sich selbst und seine Mission glaubt.
Für Blakely wurde der „No-Limit“-Ansatz zur gelebten Realität. Schon in den Anfängen von Spanx setzte sie diese Philosophie ein, um ihr Produkt bekannt zu machen. Ein Beispiel: Sie kämpfte hart darum, ein 10-minütiges Meeting mit einem Neiman-Marcus-Manager zu bekommen. Als das Gespräch stockte, bat sie den Manager, sie in die Toilette zu begleiten, um Spanx live zu demonstrieren. Der Effekt war überzeugend: Nach dem Vergleich ihrer weißen Hose mit und ohne Spanx darunter war der Manager überzeugt.
In ihrer Rede an die Absolventen betonte Blakely: „Das Wichtigste, was ich von Anfang an tat – und was jeder hier tun kann – war, in mich selbst zu investieren.“
Deshalb bezeichnet sie eine positive Einstellung als „die größte Ressource, die ein Unternehmer haben kann“. Denn: Wenn man nicht selbst an seine Arbeit glaubt, warum sollte es dann jemand anderes tun?