Plankey zieht sich aus der CISA-Nominierung zurück
Sean Plankey, der seit Monaten nominierte Kandidat für den Posten des Direktors der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA), hat am Mittwoch Präsident Donald Trump gebeten, seine Nominierung zurückzuziehen. In einem Schreiben an Trump erklärte er:
„Zu diesem Zeitpunkt bitte ich den Präsidenten, meine Nominierung aus der Prüfung zu nehmen. Nach dreizehn Monaten seit meiner ursprünglichen Nominierung ist klar geworden, dass der Senat mich nicht bestätigen wird.“
Hintergründe der Entscheidung
Plankeys Rückzug erfolgt wenige Wochen nach der Bestätigung von MarkWayne Mullin als Leiter des Department of Homeland Security (DHS), der übergeordneten Behörde der CISA. In seinem Schreiben betonte Plankey die Dringlichkeit, einen bestätigten CISA-Direktor einzusetzen:
„Das Land und DHS-Sekretär MarkWayne Mullin benötigen dringend einen bestätigten CISA-Direktor. Während ich meine Nominierung zurückziehe, unterstütze ich Präsident Trumps kommende Nominierung für die CISA vollumfänglich.“
Politische Blockaden im Senat
Plankeys Nominierung galt bereits Ende letzten Jahres als gescheitert. Seine erneute Nominierung in diesem Jahr überraschte viele Beobachter – CBS berichtete sogar von einem möglichen „Versehen“ bei der Einreichung der Unterlagen, was das Weiße Haus jedoch bestritt. Zahlreiche Senatoren, darunter republikanische, hatten seine Nominierung blockiert, darunter Senator Rick Scott (R-Fla.). Dieser begründete seinen Widerstand mit einem umstrittenen Coast-Guard-Vertrag zwischen dem DHS und einem Unternehmen in Florida, den das DHS teilweise gekündigt hatte.
Plankey selbst hatte zuvor als Berater von DHS-Sekretärin Kristi Noem in Coast-Guard-Angelegenheiten fungiert und war erst kürzlich aus der Coast Guard ausgeschieden.
Wechsel in der CISA-Führung
Während Plankey auf seine Bestätigung wartete, übernahmen Bridget Bean und später Madhu Gottumukkala interimistisch die Leitung der CISA. Gottumukkala verließ das Amt kürzlich aufgrund von Führungsproblemen und innerbehördlicher Kritik. Aktuell führt Nick Andersen die Behörde kommissarisch.
Plankey betonte in Gesprächen mit CyberScoop, dass er seine Rückzugsentscheidung mit Mullin abgestimmt habe. Er lobte dessen Führung im DHS und bezeichnete Andersen als „einen der kompetentesten Cybersecurity-Experten des Landes“.
Folgen für die CISA
Mit Plankeys Rückzug bleibt die CISA weiter ohne festen Leiter. Die Behörde steht bereits seit Monaten vor personellen und finanziellen Herausforderungen: Präsident Trump hat das Personal und Budget der CISA deutlich reduziert, weitere Kürzungen für das Haushaltsjahr 2027 sind geplant. Die Instabilität in der Führungsebene erschwert die Arbeit der Behörde zusätzlich.
Die Meldung über Plankeys Rückzug wurde zunächst von Politico veröffentlicht. Auf Anfrage von CyberScoop kommentierten weder das Weiße Haus, das DHS noch die CISA die Entscheidung.