Fünf Jahre nach dem Erfolg von Spider-Man: No Way Home (2021) steht der nächste Peter-Parker-Film des Marvel Cinematic Universe (MCU) vor der Tür: Spider-Man: Brand New Day. Doch ein erster Blick in das Drehbuch sorgt für Aufsehen – und bei manchen Fans für Enttäuschung.
Regisseur Destin Daniel Cretton veröffentlichte die ersten drei Seiten des Drehbuchs inklusive Anmerkungen von sich selbst, den Hauptdarstellern Zendaya und Tom Holland sowie weiteren Teammitgliedern. Die Handlung setzt neun Monate nach den Ereignissen von No Way Home ein. Spoiler: Peter Parker lebt nun in vollständiger Isolation, nachdem er sich selbst aus den Erinnerungen aller Menschen auf der Erde gelöscht hat – einschließlich seiner Freundin MJ und seines besten Freundes Ned.
Cretton betont in seinen Notizen: „Zum ersten Mal ist Peter völlig allein.“ Die erste Szene zeigt ihn, wie er an selbstgebauter Technik herumfummelt. Eine Anmerkung klärt auf: Peter hat keinen Zugang mehr zu den Hightech-Gadgets seines Mentors Tony Stark (Iron Man). „All seine Technik muss er selbst entwickelt haben“, heißt es im Drehbuch.
Sein erster Dialog offenbart, dass zu dieser Technik auch eine KI namens E.V. gehört – und genau die sorgt für hitzige Debatten im Internet. Peter fragt sie: „Könntest du die Kalibrierung meiner Zielmatrix überprüfen?“ E.V. springt sofort an. Crettons Kommentar dazu: „Leider ist E.V. das Einzige, was Peter in seiner Einsamkeit als Freund bezeichnen würde.“
„Das größte Augenrollen meines Lebens“: Social Media empört über E.V.
Die bloße Erwähnung einer KI als Begleiter von Spider-Man spaltet die Fans. Viele zeigen sich enttäuscht von der Idee, dass Peter sich mit einer KI anfreundet – etwa um Fragen wie „Soll ich sie fragen, ob sie mit mir ausgeht?“ zu stellen. „Und schon ist meine Vorfreude auf den Film dahin“, schreibt ein Nutzer.
Andere kritisieren, dass Peter seine Gedanken nun der KI statt dem Publikum anvertrauen könnte. „Kann der neurotische Held nicht einfach weiter Selbstgespräche führen?“, fragt ein Fan und verweist auf Filme wie Batman, in denen Bruce Wayne seine Gedanken laut äußert. „Ein Spider-Man, der von einer KI abhängig ist, ist kein Spider-Man mehr“, argumentiert ein weiterer Kommentator. Peter Parker sei schließlich bekannt für seinen inneren Monolog und seine vielen Freunde – sowohl als Mensch als auch als Superheld.
Die Kritik gipfelt in der Frage: „Ist es wirklich notwendig, dass der einsame Peter nur noch eine KI als Freund hat?“ Viele empfinden die Darstellung als übertrieben und charakterfremd.
KI als Ersatz für menschliche Beziehungen – ein gefährlicher Trend?
Doch die Diskussion geht über die Figur des Spider-Man hinaus. Was sagt es über unsere Gesellschaft aus, wenn selbst fiktive Helden wie Peter Parker nur noch KI als Begleiter akzeptieren? Die Debatte berührt Themen wie Einsamkeit, Technologieabhängigkeit und die Zukunft menschlicher Beziehungen in einer digitalen Welt.
Während einige Fans die Innovation loben, sehen andere in E.V. einen unnötigen Bruch mit der Tradition des Charakters. Eines ist jedoch sicher: Spider-Man: Brand New Day wird für Gesprächsstoff sorgen – ob wegen der KI oder trotz ihr.