Nach einem enttäuschenden Jahr 2025 scheint Subaru langsam wieder Fahrt aufzunehmen. Der japanische Automobilhersteller hatte zu Beginn des Jahres 2026 mit Absatzproblemen zu kämpfen, die vor allem auf ungünstige Wetterbedingungen und anhaltende Lieferengpässe zurückgeführt wurden. Doch nun deuten die aktuellen Verkaufszahlen auf eine Trendwende hin.
Herausforderungen der Vergangenheit
Die letzten 18 Monate waren für Subaru alles andere als einfach. Noch vor der Einführung des überarbeiteten Outback im Jahr 2025 sorgte die politische Lage für Unsicherheit: Die angekündigten Zollerhöhungen unter der damaligen US-Regierung veranlassten Subaru, die Produktion des Forester in die USA zu verlagern. Die kompaktere Baureihe mit geringeren Margen sollte so besser vor den Zollbelastungen geschützt werden. Der profitablere Outback blieb in Japan, da das Modell höhere Preise besser verkraften kann. Zudem wurde die Basisversion des Outback gestrichen – ein Zeichen dafür, dass Subaru seine Preispolitik anpassen musste.
Auch das Ende des Legacy markierte einen Einschnitt. Die Umstrukturierungen hatten auch Auswirkungen auf den WRX: Im Jahr 2025 wurden deutlich weniger Einheiten produziert, was zu einem massiven Rückgang der Verkaufszahlen führte. Die Kombination aus gestrichener Basisversion und reduzierter Produktion traf den kompakten Sportwagen besonders hart.
Erste Anzeichen der Erholung
Doch seit Anfang 2026 zeigt sich eine leichte Besserung. Mit der Wiedereinführung der Basisversion des WRX und der Einführung zweier neuer Elektrofahrzeuge, Trailseeker und Uncharted, scheint Subaru wieder an Fahrt zu gewinnen. Ein Blick auf die Verkaufszahlen von April 2025 und 2026 verdeutlicht den Wandel:
- WRX: Im April 2025 lag der Absatz noch um fast 60 % unter dem Vorjahresniveau. 2026 stieg er um über 50 % – ein klares Zeichen für eine Trendwende, auch wenn die Gesamtzahlen noch unter denen der Vorjahre liegen.
- Outback: Die Verkäufe des beliebten SUVs sanken 2025 um mehr als 12 % im April. Doch die aktuelle Entwicklung ist positiv: Die monatlichen Auslieferungen stiegen von etwa 9.000 auf 10.500 Einheiten. Um das Niveau von 2024 zu erreichen, müsste Subaru jedoch durchschnittlich 16.400 Fahrzeuge pro Monat verkaufen – eine ambitionierte, aber nicht unmögliche Zielmarke.
- Forester: Das kompakte SUV übertrifft bereits die Verkaufszahlen der Vorjahre und setzt damit ein starkes Signal für die Zukunft.
Ausblick: Kann Subaru die Talsohle durchschreiten?
Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass Subaru langsam aus der Verkaufsflaute findet. Besonders der WRX und der Outback zeigen erste Erholungserscheinungen. Dennoch bleibt die Herausforderung, die Absatzzahlen nachhaltig zu steigern. Die Einführung neuer Modelle wie der Elektro-SUVs könnte hier eine wichtige Rolle spielen.
Fazit: Subaru hat die schwierigsten Monate hinter sich. Ob die positive Entwicklung anhält, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Fest steht jedoch, dass der japanische Hersteller mit gezielten Maßnahmen und einer angepassten Modellpolitik wieder an Fahrt gewinnt.